Wird Attika zur Wüste?

Größe verbrannter Waldflächen in den letzten Jahren in Attika: Maßeinheit ist Stremma (= 0,1 Hektar) – Quelle:https://www.facebook.com/photo/?fbid=894483732707667&set=pcb.894488516040522

Von Kostas Zafeiropoulos, efsyn 13.8.2024:
„In Attika wurden in acht Jahren 30 % der Fläche durch Waldbrände zerstört ● Feuchtigkeit, Hitze, fehlendes Grün und Sauerstoffmangel werden die Bevölkerung an den Rand des Erstickens bringen.
Attika hat in 5 Jahren viermal gebrannt – in den letzten 8 Jahren (2016-2024), wurden in Attika 30% seiner Gesamtfläche durch Waldbrände zerstört….
Die sich jedes Jahr häufenden Katastrophen in der bevölkerungsreichsten Region des Landes werden langfristige Folgen haben. Häufige Brände zerstören die natürliche Vegetationsdecke und setzen so die Oberfläche des Bodens starken Herbstregen aus, was zu einer Verringerung der Wasserspeicherung und zur Vernichtung seiner Produktionskapazität führt….
Wiederholte Brände in kurzen Abständen – weniger als 10 Jahre, genau das, was vor allem in Attika passiert – verursachen eine großflächige Bodenerosion und schließlich eine Wüstenbildung des Gebiets. Der nicht enden wollende Kreislauf hat vier Phasen und eine Konstante: Klimawandel – mehr Waldbrände – Bodenerosion – Wüstenbildung (Flora und Fauna). Und die Konstante? Die zeitlose Unfähigkeit des Staatsapparats zu erkennen, dass das Modell der Waldbrandbekämpfung an sich falsch ist (https://www.efsyn.gr/ellada/koinonia/401969_ti-den-ginetai-sosta-me-ti-dasoprostasia-stin-ellada)

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Klima-Hotspot Griechenland

WDR-Beitrag vom 12.8.2024

Von Boris Kanzleiter, rosalux.de 12.8.2024:
Klima-Hotspot Griechenland
Hitzewellen erzeugen in Griechenland neue soziale Konflikte. Strategien gegen die Folgen der Klimaerwärmung muss die Linke allerdings erst entwickeln.
Nach der extremen Hitzewelle, die in diesem Sommer über Südosteuropa hereinbrach, waren die offiziellen Zahlen keine Überraschung: Der Juli 2024 war der heißeste Juli, seitdem in Griechenland Wetterdaten erhoben werden. Um 2,9 Grad Celsius wurden die Durchschnittstemperaturen der drei Jahrzehnte zwischen 1991 und 2020 übertroffen. In drei der vergangenen vier Jahre wurde im Juli ein neuer Temperatur-Rekord aufgestellt, berichtete Anfang August der Meteorologische Service der staatlichen Forschungseinrichtung National Observatory of Athens (NOA).
Die Daten bestätigen einmal mehr, was die Klimawissenschaft seit Jahren konstatiert. Griechenland und die umliegende Region ist ein «Hotspot» der weltweiten Erderwärmung. Wissenschaftler*innen der von der zypriotischen Regierung geförderten Initiative for Coordinating Climate Change Action in the Eastern Mediterranean and Middle East stellen in ihren Analysen und Modellrechnungen fest, dass die Erderwärmung in der Region rund um das Östliche Mittelmeer fast doppelt so schnell verläuft wie im globalen Durchschnitt.“
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Schluss mit Recht und Gerechtigkeit!

Folien von Reporters United:

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Tödliche Zwangsarbeit 1943 in Griechenland (Zoom-Veranstaltung)

„Wir freuen uns sehr, dass uns Andreas Assael kurz vor der Eröffnung der Ausstellung „Tödliche Zwangsarbeit in Karya“ im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit beim Digitalen ASF-Salon Einblicke in seine Lebens- und Familiengeschichten und in die Entstehungsgeschichte der Karya-Ausstellung geben wird. Wir möchten damit auch auf seinen bedeutenden Beitrag zur Aufklärung von NS-Verbrechen an der jüdischen Bevölkerung Griechenlands und die bevorstehende Ausstellungseröffnung in Berlin aufmerksam machen.“

Anmeldung zur Zoom-Veranstaltung:
https://asf-ev.de/termine/digitaler-asf-salon-zwangsarbeit-in-griechenland/

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Justiz beerdigt Überwachungsskandal

Allen Beobachtern ist klar, dass Kiriakos Mitsotakis jahrelang unzählige Personen überwachen ließ, dass mit Recht von einem „griechischen Watergate“ gesprochen werden kann. Sogar die große Mehrheit der Abgeordneten im EU-Parlament votierte im Februar dieses Jahres für eine Resolution, die den griechischen Überwachungsskandal kritisierte – selbst die meisten Konservativen im Europaparlament stimmten für diese Resolution (Siehe hier).
Sobald er im Jahre 2019 Regierungschef wurde, unterstellte Mitsotakis den Geheimdienst sich persönlich. Kontrolleur des Geheimdienstes wurde sein Stabschef, seine zweite Hand, sein eigener Neffe. Die Anzahl der Überwachungen wuchs exponentiell. Jetzt sind es mehr als 15.000 Überwachungsfälle pro Jahr, von denen ein Vielfaches von Personen betroffen sind. Mitsotakis ließ nicht nur seine Kritiker überwachen, sondern auch den Vorsitzenden der Partei PASOK, die höchsten Militärs und Minister seiner eigenen Regierung, die Ehefrauen der Minister, seine eigene Tante usw.
Es ging ihm darum, alles kontrollieren zu können, was vielleicht seiner Macht schaden konnte. Und das schloss Personen in seiner Nähe mit ein.
Die griechische Justiz hat er bereits unter Kontrolle. Nun schloss das griechische Justizsystem seine „Aufarbeitung“ des Skandals ab. Nur ist es keine Aufarbeitung, sondern eine orchestrierte Vertuschung in vielen Akten.
Einzelheiten können im folgenden Beitrag nachgelesen werden.

Der Chef, sein Adjutant (sein Neffe) und die Firma des Predators

AthensLive Wire 263:
> Griechisches Watergate – Fall abgeschlossen:
Politiker, Polizei und Geheimdienst sind alle unschuldig.

„Auf der Grundlage der zahlreichen Beweise ist es unbestritten, dass keine Regierungsbehörde, insbesondere nicht der Nationale Nachrichtendienst (EYP) , die Anti-Terror-Behörde und im Allgemeinen die griechische Polizei oder irgendein Regierungsbeamter, mit der Predator-Spähsoftware oder eine anderen ähnliche Software zu tun hatte“, erklärte Georgia Adeilini, Staatsanwältin am Obersten Gerichtshof Griechenlands Areios Pagos, am Donnerstag bei der Bekanntgabe der Entscheidung des Gerichts zum griechischen Spähsoftware-Skandal. Kurz gesagt, die Staatsanwältin des griechischen Obersten Gerichtshofs sprach alle staatlichen Stellen von jeglicher Beteiligung an dem Skandal frei, obwohl es Beweise gibt, die darauf hindeuten, dass diese Malware ausschließlich staatlichen Akteuren zur Verfügung steht.

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Veranstaltung „WIR WAREN MENSCHEN ZWEITER KLASSE“

Zu diesem Buch siehe unten

WIR WAREN MENSCHEN ZWEITER KLASSE“ – DIE GESCHICHTE DER 1.040 IM SOMMER 1944 VON ATHEN NACH DEUTSCHLAND DEPORTIERTEN GRIECHEN

Spitalkirche Herrenberg

20. September 19:30 UHR

1.040 griechische Geschäftsleute, Arbeiter, Taxifahrer und Studenten wurden am 16. August 1944 ins Deutsche Reich verschleppt. Die zwischen 14 und 60 Jahre alten Männer waren am 7. und 9. August 1944 bei blutigen Razzien von der SS und griechischen kollaborationistischen Sicherheitsbataillonen aufgegriffen und in das im Herbst 1943 eingerichtete Konzentrationslager Chaidari bei Athen gebracht worden. 382 dieser Zwangsarbeiter kamen am 20. September 1944, also genau vor 80 Jahren, auf den Nachtjägerflugplatz Hailfingen und von dort auf andere Militärflugplätze. Eine Gruppe von etwa 200 Männern kam in das Untertageprojekt Hecht/Rubin in Geislingen an der Steige. Andere sollten im Raum Mannheim Anlagen der Reichsbahn in Stand halten und reparieren.

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Amnesty International prangert „rechtswidrige Freiheitsberaubung“ im neuen „Aufnahmezentrum“ an

„Obwohl die Europäische Kommission neue Aufnahmezentren für Asylsuchende auf den Ägäischen Inseln finanziert, die „bessere Bedingungen“ versprechen, stoßen rassifizierte Menschen, die im Zentrum auf Samos leben, auf Hindernisse bezüglich des Zugangs zu grundlegenden Dienstleistungen und erleben systematische, willkürliche De-facto-Haft. Die EU muss sicherstellen, dass die Umsetzung des neuen EU-Migrations- und Asylpakts nicht zu zu ähnlichen Missbräuchen führt.“ (aus dem Bericht von Amnesty International)

Von Dimitris Angelidis, efsyn 30.7.2024:
Eingesperrt auf der Insel
Die internationale Organisation hat ein langfristiges Versagen der griechischen Behörden bei der Gewährleistung angemessener Lebensbedingungen für Flüchtlinge festgestellt. ● Familien schlafen an völlig ungeeigneten Orten, mit Mangel an Toiletten, unzureichender Verpflegung, illegalen Freiheitsbeschränkungen und ständiger Überwachung mit Hightech-Kameras.
Amnesty International hat in seinem neuen Bericht über das Flüchtlingsaufnahmelager auf Samos unzureichende Lebensbedingungen in völlig ungeeigneten Räumen und ohne ausreichendes fließendes Wasser sowie inakzeptable Verletzungen der Grundrechte der Flüchtlinge festgestellt.
Der heute veröffentlichte Bericht „Samos: ‚Wir fühlen uns auf der Insel eingesperrt‘: Illegale Inhaftierung und unszureichende Bedingungen in einem von der EU finanzierten Flüchtlingszentrum“ stellt fest, dass die griechischen Behörden seit langem versäumt haben, eine menschenwürdige und angemessene Aufnahmeeinrichtung zu schaffen.
Der Bericht verweist auch auf das Versäumnis der Europäischen Kommission, die Probleme zu beheben, obwohl die Kommission die Einrichtung und den Betrieb der Einrichtung unterstützt und sie sogar als Modell für die Schaffung ähnlicher Strukturen im Rahmen der Umsetzung der neuen Maßnahmen des Pakts zu Einwanderung und Asyl dienen soll.

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Kasselakis immer autoritärer gegenüber Parteigenossen

Acht führende Mitglieder verließen daraufhin die heutige Sitzung.
Wie lange lassen die Syriza-Mitglieder noch zu, das er die Partei zerlegt?



CNN 23.7.2024:
„Während einer Sitzung des Sekretariats des Zentralen Organisationskomitees von SYRIZA kam es zu einem ernsten Zwischenfall, der nach starken Spannungen zum Rückzug von 8 Mitgliedern führt
Berichten zufolge kam es zu einer heftigen Konfrontation und Meinungsverschiedenheit zwischen dem SYRIZA-Vorsitzenden Stefanos Kaselakis und Olga Gerovassili, die das Datum der Redaktionskonferenz zur Sprache brachte, da es unethisch sei, sie am Tag der parteiinternen Wahlen der PASOK abzuhalten.
Der Fraktionsvorsitzende Sokrates Famellos vertrat einen ähnlichen Standpunkt.
Stefanos Kaselakis reagierte scharf und forderte alle, die nicht mit ihm einverstanden waren, auf, aufzustehen und zu gehen.
Dies führte dazu, dass acht Abweichler aus dem zentralen Organisationskomitee von SYRIZA, darunter Olga Gerovassili, Alekos Flambouraris, Giannis Ragousis, Thanasis Theocharopoulos und Kostas Zachariadis den Saal verließen.“

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Vasilis Maggos: Tod durch Polizeigewalt

Von Alieren Renkliöz, junge Welt 15.7.2024:
„Tod durch Polizeigewalt
Griechenland: Am 13. Juli 2020 verstarb Vasilis Maggos. Einen Monat vor seinem Tod hatten Einsatzkräfte ihn gefoltert
Vor vier Jahren hat eine Mutter in der griechischen Hafenstadt Volos ihren Sohn tot in seinem Zimmer aufgefunden. Der Verstorbene war Vasilis Maggos, den die griechische Polizei am 14. Juni, einen Monat vor seinem Tod, erst vor laufenden Kameras zusammengeschlagen, dann widerrechtlich inhaftiert hatte. Die Polizisten hätten ihn auf der Wache gefoltert, berichtete Maggos vor seinem Tod.“
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Flüssiggas: LNG-Pläne gestoppt: Griechenland und Südosteuropa setzen wieder auf russisches Gas

Griechisches LNG-Terminal Revithoussa

Von Gerd Höhler, Handeslblatt (msn.com) 16.7.2024:
„Flüssiggas: LNG-Pläne gestoppt: Griechenland und Südosteuropa setzen wieder auf russisches Gas
Über Wochen legte kein einziges LNG-Schiff in Griechenland an. Dabei wollte das Land sogar die Ukraine mit Gas versorgen. Jetzt werden große Pläne still beerdigt.
Es war ein ehrgeiziger Plan. Mit einem Netz von Terminals für den Import von Flüssigerdgas (LNG) wollte Griechenland zur Drehscheibe für die Gasversorgung Südosteuropas werden. Vorgesehen waren fünf neue Anlagen, in denen das mit Tankern angelieferte LNG regasifiziert und dann durch Pipelines in die Nachbarländer exportiert werden sollte. Die geplanten Terminals hätten eine Umschlagskapazität von rechnerisch 25 Milliarden Kubikmetern haben sollen, dem Vierfachen des Eigenbedarfs Griechenlands. Damit wäre das Land zum wichtigsten Energieknotenpunkt der Region geworden.“
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