Oberstes griechisches Gericht: Die Türkei ist für Flüchtlinge kein sicherer Drittstaat

Oktober 2021: Vasilis Papadopoulos (GCR-Präsident), Eleni Spathana (RSA) und Vassilis Papastergiou (Anwalt) reichen die Klage zur Annulierung der Ministerialentscheidung beim griechischen Council of State ein. Foto: RSA

Pro Asyl, 02.04.2025:
»Gerechtigkeit hat das letzte Wort«
Das oberste griechische Gericht hat verkündet: Die Türkei ist für Flüchtlinge kein sicherer Drittstaat. Refugee Support Aegean (RSA), die Schwesterorganisation von PRO ASYL, hatte gemeinsam mit dem griechischen Flüchtlingsrat geklagt. Für sie bedeutet das Urteil einen Erfolg auf ganzer Linie. Ein Interview mit der Anwältin Eleni Spathana von RSA.
Das oberste griechische Gericht, der Council of State, hat am 21. März ein wegweisendes Urteil gefällt: Die Türkei ist kein sicherer Drittstaat für Flüchtlinge. Warum ist dieses Urteil so wichtig?
Das aktuelle Urteil aus Athen ist deshalb so wichtig, weil es die systematische Verletzung der Menschenrechte von Geflüchteten, die in Griechenland Schutz suchen, beendet. Es verringert das Risiko der sozialen Ausgrenzung, der wirtschaftlichen Not, der Obdachlosigkeit und sogar der langen Inhaftierung, die durch die Anwendung des Konzepts des »sicheren Drittlandes« verursacht wurden. Wir arbeiten seit fast einem Jahrzehnt daran, aufzuzeigen, dass die Türkei für Geflüchtete nicht sicher ist.“
Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Geflüchtete., Griechische Justiz, Justiz, Pro Asyl, RSA veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse einen Kommentar