Diese Flüchtlingspolitik tötet

Die am 10. August an der Grenze gestorbene Maria aus Syrien. Screenshot aus dem Video des TV-Sender Channel 4

Menschen sterben jeden Tag wegen der europäischen Flüchtlingspolitik. Die griechisch-europäische Flüchtlingspolitik führt zu immer größerer Barbarei. Das zeigt gerade das Schicksal einer Gruppe von syrischen Flüchtenden und der Tod der fünfjährigen Maria. Seit einem Monat verfolgt Giorgos Christides u.a. für den Spiegel das Schicksal von 40 syrischen Geflüchteten an der Grenze zwischen der Türkei und Hellas. In dieser Zeit harrte die Gruppe auf verschieden kleinen Inseln im Grenzfluss Evros aus – ohne Trinkwasser und ohne Nahrung. Die griechischen Behörden und auch der Migrationsminister Mitarakis persönlich haben bis vor wenigen Stunden behauptet, nichts von ihnen zu wissen, bzw. zuletzt, dass die Insel, auf die sie sich aufhielten, zur Türkei gehören würde. Zwischenzeitlich war die Gruppe auf griechischem Territorium mehrfach mit physischer Gewalt (u.a. mit durch Fotos dokumentierten Stockschlägen, siehe das Video unten) zurück auf türkisches Land verfrachtet worden.

Vides des britischen Channel 4

Dieses Video, das eine Mitarbeiterin des britischen Fernsehsenders Channel 4 auf der Insel drehte, berichtet von bestürzenden Vorfällen: Zwei junge Männer starben, als sie sich über den Fluss retten wollten. Das fünfjährige Mädchen Maria wurde am 9. August von einem Skorpion gebissen und starb daraufhin. Tagelang legten die Eltern den Leichnam in Wasser, damit die Leiche sich besser halten sollte, dann begruben sie sie auf der Insel. (Hier der Bericht des Spiegels über den Tod des kleinen Mädchens)

Heute setzte die Gruppe von der kleinen Insel auf das angrenzende griechische Territorium über. Dazu benutzten sie ein Boot, dass sie von afghanischen Geflüchteten bekamen, die an der Insel vorheigekommen waren. Nachdem Hilfsorganisationen die griechische Polizei über den neuen Standort der Geflüchteten informierten, konnte sie wegen der großen internationalen Aufmerksamkeit (Medien aus vielen Ländern hatten über die Vorfälle berichtet) sie nicht wieder mit Gewalt in die Türkei abschieben, sondern wartet mit einem Statement auf, das man nur als Hohn empfinden kann:

„Nach neuen Informationen und umfangreichen Durchsuchungen wurde eine Gruppe irregulärer Migranten, angeblich aus Syrien, bestehend aus 22 Männern, 9 Frauen und 7 Kindern, von denen eine schwanger ist, in der Gegend von Lavaria gefunden. Es sei darauf hingewiesen, dass dieser Punkt etwa 4 km südlich der Koordinaten außerhalb des griechischen Territoriums liegt, die vor einigen Tagen als Ausgangsposition angegeben wurden. Seit ihrer Entdeckung sind die notwendigen Kräfte der ELAS [griechische Polizei] und alle anderen staatlichen Dienste zu ihrer Hilfe geeilt, um die Migranten zu versorgen, sie mit Nahrung und Wasser zu versorgen und sie in eine vorübergehende Unterkunft zu bringen“, heißt es in der Mitteilung der griechischen Polizei.

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