#metoo – Solidarität und Reaktion

Hunderte griechische Künstler*innen solidarisierten sich unter dem Motto „wir sind alle zusammen“ auf Instagram mit den Opfern sexueller Gewalt

Keeptalkinggreece, 01.02.2021:
„Die MeToo-Bewegung in Griechenland hat sich von der Welt des Sports in die Welt der Kunst und Unterhaltung bewegt, mit weiblichen und männlichen Schauspielern, die sexuelle Belästigung und Missbrauch, aber auch Mobbing durch Regisseure im Theater und in der Filmindustrie anprangern.
Die Schauspielerinnen Jenny Botsi, Angeliki Lambri und Loukia Michala meldeten sich letzte Woche zu Wort und enthüllten, dass ein lokal bekannter Regisseur und Schauspieler sich beim Vorsprechen „selbst befriedigte“. Der Regisseur behauptete, er habe „niemanden beleidigen“ wollen. Sein Anwalt sagte am Montag, dass er „Morddrohungen“ erhalten habe.
Die Enthüllungen folgten auf die Anschuldigungen einer anderen Schauspielerin ein paar Tage zuvor. Zetta Douka enthüllte live in einem TV-Magazin, dass sie von einem anderen bekannten Regisseur und Schauspieler ständig gemobbt wurde. Der Mann habe sie sogar getreten. Douka war die erste Frau, die über körperliche Belästigung in der Welt der Kunst sprach.
Nach Doukas Enthüllungen meldeten sich weitere Schauspielerinnen und sogar männliche Schauspieler zu Wort und sprachen über das physisch und psychisch missbräuchliche Verhalten des besagten Regisseurs. Das Mobbing habe auch während Theateraufführungen stattgefunden, sagten sie.

Die Mauer des Schweigens scheint gebrochen worden zu sein, nachdem die olympische Goldmedaillengewinnerin Sofia Bekatorou darüber sprach, von einem hochrangigen Funktionär des griechischen Segelverbandes sexuell missbraucht worden zu sein. Bald prangerten weitere Sportlerinnen sexuelle Belästigung durch Sportfunktionäre an, eine sogar Vergewaltigung, als sie 11 Jahre alt war. Inzwischen wurde ihr ehemaliger Segeltrainer in Untersuchungshaft genommen, da das Verbrechen nicht verjährt ist. Der Missbrauch eines Rudersportlers wird derzeit staatsanwaltlich untersucht.

Lawinenartig prangern Frauen täglich öffentlich alle Arten von geschlechtsspezifischer Gewalt an.

Eine Sängerin prangerte einen bekannten Komponisten an, sie als 15-Jährige sexuell missbraucht zu haben, eine andere Schauspielerin, dass sie von zwei Fernsehregisseuren sexuell belästigt wurde, von denen einer inzwischen tot ist.

In vielen Fällen geben die Opfer die Namen ihrer Missbraucher, die zu den „Kühnen und Berühmten“ der lokalen Unterhaltungsindustrie gehören, nicht öffentlich preis.

Es sind jedoch nicht nur Frauen. Drei Schauspieler beschuldigten mit Posts auf sozialen Medien einen dritten Regisseur der sexuellen Belästigung und des professionellen Mobbings während des Castings für einen Film, als sie 19-20 Jahre alt waren.

Der Präsident der griechischen Schauspielervereinigung Spyros Mpimpilas sagte am Montagmorgen gegenüber ANT1, dass sie bisher zehn Beschwerden wegen Missbrauchs und Belästigung gegen männliche Schauspieler und Regisseure erhalten haben.

Die Enthüllungen haben nicht nur die Welt der Unterhaltung aufgewühlt, sondern auch die Gesellschaft, die größtenteils nicht reif und gebildet genug ist, um mit solchen Themen umzugehen.

Einige weibliche Schauspielerinnen ab einer bestimmten Alterskategorie stellten sich überraschenderweise auf die Seite der Missbrauchstäter und genau wie – wie nicht anders zu erwarten – auch männliche, loyale Mitglieder einer konservativen, patriarchalischen Gesellschaft.

In dem Bemühen, jede Form des Missbrauchs herunterzuspielen, deutete eine ältere Schauspielerin an, dass junge Schauspielerinnen, die solche Vorfälle von Belästigung aufdeckten, „keine Namen haben.“

Ein männlicher Schauspieler wusste zu behaupten, dass das Anprangern von Missbrauch ein Mittel sei, „um Rache zu nehmen in einer Welt voller Hass.“

Sowohl in TV-Magazinen als auch in den sozialen Medien gibt es eine zunehmende Tendenz, die Opfer ins Visier zu nehmen und die Frage zu stellen: warum die Anzeige jetzt und nicht, als es passierte.

Nicht zu vergessen die Bemühungen, die Debatte in einen anderen Aspekt umzulenken, dass es auch Künstler gibt, die alles nur um der Karriere willen tun würden.

Gleichzeitig machen viele in der „guten“ (?) alten griechischen Kafenio-artigen öffentlichen Debatte – die in Wirklichkeit keine ist – Witze. Sie verhöhnen die Opfer und die Taten von Belästigung, Missbrauch und Mobbing.

PS: Noch im Jahr 2021 würde sich die griechische Gesellschaft lieber über die Opfer von Missbrauch, Belästigung und Mobbing durch die Machthaber lustig machen, als sich ernsthaft mit dem Thema zu beschäftigen. Kein Wunder, dass die Opfer ewig brauchen, um den Mut zu finden, über ihre schmerzhaften Erfahrungen in einer solch feindseligen Umgebung zu sprechen.“ (Quelle)

Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

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