Zum Tode von Martin Seckendorf

Anlässlich des Todes von Martin Seckendorf, einem der bedeutendsten Faschismusforschern, drucken wir den Nachruf von Lothar Eberhardt ab:
„Liebe geschichtspolitisch Interessierte,
Dr. Martin Seckendorf, Faschismusforscher ist am 14.10.20 im Alter von 82 nach längerem Krebsleiden in der Park-Klink in Berlin-Weissensee verstorben. Er war in der geschichts-politischen Arbeit in der Initiative „Griechenland unter dem Hakenkreuz“ der inhaltliche Fels, der mit seinem geschichtlichen Sachverstand als Historiker, eher sachlich und leise, das Seine dazu beitrug.
Wir machten Anfang der 2000 Jahre mit seiner Unterstützung die
Ausstellung Griechenland unter dem Hakenkreuz und eine Broschüre dazu um die Forderung der Reparationszahlungen für die griechische NS-Opfer zu
unterstützen und den Diskurs in die bundesrepublikanische Öffentlichkeit zu tragen.

Bei Veranstaltungen und zu Ausstellungseröffnungen in der „Griechischen
Gemeinde, im Haus der Demokratie oder im Rathaus Kreuzberg steuerte er
immer selbstverständlich einen aktuell, dem Schwerpunkt der
Veranstaltung angezeigten, Vortrag mit bei.
Bundesweit war er als anerkannter Experte zu „Europa unter dem
Hakenkreuz“ (siehe unter http://www.berliner-gesellschaft.org/ > Button:
Gradualtion> Bibliograhie) regelmässig zu Vorträgen eingeladen und oft
mit dem Schwerpunkt zum Thema: Griechenland unter dem Hakenkreuz.

Als Vorstand der Berliner Gesellschaft für Faschismus- und
Weltkriegsforschung (http://www.berliner-gesellschaft.org/, bitte
störbern unter den button) war er einer der Motoren, die in der
„Gedenkstätte des Deutschen Widerstandes“ die monatlichen
wissenschaftliche Vorträge organisierten.

Hier ein Filmausschnitt (https://www.youtube.com/watch?v=nzaMEPokCjs)
mit Martin Seckendorf aus einem Vortrag im Rahmen der Veranstaltung im
Dezember 2013 an der FU Berlin aus Anlass des 70 Jahres des Massaker von
Kalavryta.

Es geht mit Martin Seckendorf, einer, der fehlen wird. Seine
Forschungsarbeit bleibt.

In dem anhängenden Artikel ist ein Zeugnis seiner inhaltlichen Arbeit
dokumentiert und im einleitenden Vorwort ist eine Würdigung seiner
Person und seines Schaffens vorangestellt.
https://drive.google.com/file/d/13__JdtlUyp5UQmudn8cW24y1UbvGgDZ5/view?usp=sharing


Es verbleibt
in herzlicher Anteilnahme ein geschichts-politischer Weggefährte

Lothar Eberhardt

Ini „Griechenland unter dem Hakenkreuz“ „

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