Merkwürdige Erklärung der Kulturministerin zur Privatisierung archäologischer Stätten und Denkmäler

Knossos; Quelle: Wikipedia

Es heißt in dem Artikel: „Die griechische Regierung hat jetzt eine Liste von 2330 archäologischen Stätten und Denkmälern erstellt, die nicht privatisiert werden dürfen“ Wie viele solche Objekte gibt es? Im Jahr 2017 wurden über 11,3 Millionen Menschen gezählt, die eine archäologische Stätte besuchten. Ich vermute, es gibt zehntausende solcher Objekte. Allein 10119 sind auf der Liste des Finanzministeriums. Wenn die Kultusministerin jetzt also verkündet, 2330 seien nicht verkäuflich, heißt das ja im Umkehrschluss, die zehntausende anderen Objekte könnten privatisiert werden!

Artikel von Christiane Schlötzer , Süddeutsche Zeitung, 23. Januar 2019, 18:38 Uhr
Warum der Palast von Knossos doch nicht privatisiert wird
Seit Monaten kursierten Gerüchte, Griechenland könne aus Finanznot Tausende staatliche Objekte einem sogenannten Superfonds übergeben – und damit sein antikes Erbe verkaufen.
Von Homer, dem großen antiken Geschichtenerzähler, weiß man, was ein roter Faden ist. Nur mithilfe dieser genialen Erfindung war der Ausgang des sagenhaften Labyrinths zu finden. Der Mythos ist bis heute so mächtig, dass der fast 4000 Jahre alte minoische Palast von Knossos, wo sich der Legende nach das Labyrinth befunden haben soll, zu den größten Touristenattraktionen Kretas zählt. Das soll der Palast auch bleiben. Die griechische Regierung hat jetzt eine Liste von 2330 archäologischen Stätten und Denkmälern erstellt, die nicht privatisiert werden dürfen, und zwar unter gar keinen Umständen. „Wir können nun beruhigt sein“, sagte Kulturministerin Myrsini Zorba am Dienstag in Athen, das historische Erbe werde „per Gesetz“ geschützt. Wie könnte es auch anders sein?“ weiterlesen

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Eine Antwort zu Merkwürdige Erklärung der Kulturministerin zur Privatisierung archäologischer Stätten und Denkmäler

  1. Triantafillia schreibt:

    Auch das beruht auf deutschen Plänen. Tsipras hat 2015 noch es abgewendet, aber später als Streber seine Hausaufgaben gemacht, um Merkels Gunst zu gewinnen.
    „Deutschland brachte die Idee auf, Griechenlands Sehenswürdigkeiten in einen speziellen Fond einzubinden. Deutschland als die größte und eine der am wenigsten nachsichtige der kreditgebenden Nationen, die an den Gesprächen teilnahmen. Um die Rückzahlung der griechischen Schulden zu garantieren, schlug der deutsche Finanzminister sogar vor, den Rechtsanspruch auf das griechische Vermögen in einen „externen Fond“ in Luxemburg zu verlagern, damit Griechenland beim Ausverkauf nicht wortbrüchig werde. Diesen Vorschlag Deutschlands konnte der griechische Premier Alexis Tsirpas noch abrwenden, doch es war nur eine der wenigen Konzessionen, die er während der Marathon-Gespräche erreichen konnte.“

    https://netzfrauen.org/2015/07/16/griechenland-muss-nun-die-akropolis-verkaufen-greece-might-have-to-sell-ancient-ruins-islands-under-bailout-deal/

    Liken

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