Geflüchtete: Schikanen, Verzweiflung, Wut, Gewalt

Moria Foto: Claus Kittsteiner

Zu den Gewaltausbrüchen im Lager Moria auf Lesbos am 18. Juli der Artikel von Wassilis Aswestopoulos auf Telepolis vom 19. Juli 2017

„Aufruhr im Lager auf Lesbos
Mehr als zwei Jahre nach dem offenen Ausbruch der Flüchtlingskrise hat sich europaweit die frühere Willkommenskultur ins Gegenteil verwandelt.
In Griechenland werden Flüchtlinge und Immigranten immer noch dem gleichen Procedere unterzogen. Gemäß dem Flüchtlingsdeal der EU mit der Türkei müssen sämtliche Neuankömmlinge auf den griechischen Inseln bleiben, auf denen sie angekommen sind. Erst nach abgeschlossener Überprüfung des Asylantrags ist eine Weiterreise auf das griechische Festland oder aber, nach Abschluss eines möglichen Widerspruchs gegen eine Ablehnung, eine Ausweisung in die Türkei möglich.
Die gesamte Zeit über müssen die Flüchtlinge und Immigranten in den in vieler Hinsicht unzureichenden Lagern verbleiben. Dies wiederum strapaziert die wirtschaftlichen Interessen der mit dem Tourismus befassten Insulaner, welche ihrerseits in der Furcht über ihre eigene Existenz zu xenophoben Überreaktionen neigen.
Ein Ergebnis dieses explosiven Klimas sind Konflikte auch in den Lagern. Am Dienstagmittag kam es erneut zu einer Eskalation, als im Lager Moria auf Lesbos aus Afrika stammende, beim Asylverfahren eher aussichtlose Immigranten vor den Büros der Asylbehörde protestierten. Die Mitarbeiter fühlten sich bedrängt und zogen es vor, ihre Arbeit zu unterbrechen und sich in Sicherheit zu bringen.“            weiterlesen

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Eine Antwort zu Geflüchtete: Schikanen, Verzweiflung, Wut, Gewalt

  1. kokkinos vrachos schreibt:

    jassas, die Menschen wollen nicht in GR bleiben, und nicht in Lagern auf Lesbos, Kos, Samos usw. eingesperrt werden. Angeblich sollen die „Hot Spots“ dazu dienen, die Umverteilung von Schutzsuchenden auf andere EU-Staaten zu ermöglichen. Tatsächlich geht es primär darum, Schutzsuchende an Europas Außengrenzen festzusetzen und Abschiebungen zu forcieren.

    Die unabhängige Menschenrechtsorganisation PRO ASYL beschreibt die Zustände so: „Die Bedingungen, die Flüchtlinge dort vorfinden, sind menschenverachtend und entwürdigend. Hunderte warten etliche Stunden bis tagelang unter katastrophalen Bedingungen im Lager auf ihre Dokumente.“

    Mit menschlichen Gewissen kann man sich nur gegen eine Unterbringung von Flüchtlingen in „Hot Spots“ aussprechen. Die griechische Bevölkerung nennt die „Hot Spots“ auch Konzentrationslager.

    Ein interessanter Artikel in der Tageszeitung Junge Welt erschienen, über die Situation der Füchtingen in den Lagern auf der Ägäisinsel Chios.

    2.000 Geflüchtete, neun Anwälte
    Auf der griechischen Insel Chios kämpfen Anwälte für die Rechte der Migranten – sie haben gutbezahlte Gegner von der EU-Agentur
    Von Anselm Lenz
    https://www.jungewelt.de/artikel/314687.2-000-gefl%C3%BCchtete-neun-anw%C3%A4lte.html
    (Junge Welt, 19.07.2017)

    vg, kv

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