[Wien] Zur Lage in Griechenland am 17./18. März 2017

Veranstaltung „Lage in Griechenland“
am Freitag, den 17. März um 19 h,

Seminar
am Samstag, den 18. März von 10 h bis 15 h,

-Linke Organisationen in Griechenland (Voula)
-Flüchtlinge in Griechenland (Voula)
-Lage in Portugal (Karl Fischbacher).

Wo?
Alles im Amerlinghaus
1070 Wien, Stiftgasse 8

 

Liebe FreundInnen, KollegInnen, GenossInnen!

Vor einem Jahr haben wir in Solidarität mit dem griechischen Frauen-Solidarität-Zentrum in Thessaloniki Geld gesammelt. Es war ein großer Erfolg.

Nun haben die Gruppe Arbeiter*innenstandpunkt (AST) und das Komitee Solidarität mit dem Widerstand in Griechenlan (Wien) für die griechische

FRAUENINITIATIVE GEGEN SCHULDEN UND SPARPOLITIK

im Frauen-Solidarität-Zentrum wieder gesammelt. Es war uns wesentlich, dass wir schon vor Weihnachten Geld schicken .Wir haben bereits am 18.11.2016 € 1.500,- aufgegeben, ohne dass wir noch gesammelt hatten. Und per 10.1.2017 kam die schöne Summe von € 1.915,- herein. Wir werden die Sammlung zumindest bis 17. März fortführen.

Voula, die Gründerin des Frauenzentrums, wird auf Initiative des Komitees nach Wien kommen– zu folgender/m Veranstaltung bzw. Seminar:

Lage in Griechenland
am Freitag, den 17. März um 19 h,

Seminar
am Samstag, den 18. März von 10 h bis 15 h,

-Linke Organisationen in Griechenland (Voula)
-Flüchtlinge in Griechenland (Voula)
-Lage in Portugal (Karl Fischbacher).

Wo?
Alles im Amerlinghaus
1070 Wien, Stiftgasse 8

Solltst du noch nicht für das Frauenzentrum gespendet haben, kannst Du in den Veranstaltungen Deine Spende in einen Korb stecken.
Solltest Du nicht kommen, aber dennoch eine Spende geben wollen

bringe sie beim nächsten Treffen des Komitees, am 31.1.2017, um 19 bis 21 h, im Amerlinghaus, 1070 Wien, Stiftgasse 8. oder bei einem anderen Treffen mit
Aktuelle Termine und Themen findest du auf unserer Homepage
http://griechenlandkomitee.wordpress.com/
Du kannst die Spende auch direkt an die FRAUENINITIATIVE GEGEN SCHULDEN UND SPARPOLITIK schicken- unter Frauenzentrum (Konto siehe unten).

Schreiben der Fraueninitiative mit dem Konto und Artikel des Komitees „Solidartät mit dem Widerstand in Griechenland“:

FRAUENINITIATIVE GEGEN SCHULDEN UND SPARPOLITIK

Wir sind eine Basisinitiative, die ihre Arbeit im Jahr 2011 als Reaktion auf die ausgebrochene Krise begann- weil wir, die Frauen, immer die ersten Opfer staatlicher Sparmaßnahmen sind.
Wir sind immer
▪ die ersten die entlassen und die letzten die wieder eingestellt werden
▪ diejenigen mit dem höchsten Prozentsatz an Arbeitslosigkeit – bei jungen Frauen liegt die Arbeitslosigkeit über 60%
▪ die mit den niedrigsten, den Lebensunterhalt nicht sichernden Pensionen – dank der jahrelangen ungerechten (ungleichen) Bezahlung
▪ die mit dem höchsten Anteil an Nichtversicherten
▪ die ersten Opfer von Gewalt und sexueller Belästigung auf der Straße, in den Betrieben und auch innerhalb der Familien
▪ diejenigen, die die Last der Auswirkungen zu tragen haben, die sich aus der Demolierung des öffentlichen Sozial-, Gesundheits- und Bildungssystems ergeben (wir sind es, die die Alten-, Kranken- und Kinderversorgung aufrecht halten)
▪ die, die ihre Kinder nicht mehr kostenfrei in öffentlichen Spitälern zur Welt bringen können und deren Neugeborene als Pfand zurückbehalten werden bis die Spitalrechnung bezahlt ist

Die FRAUENINITIATIVE hat bislang einige Aktionen gestartet, die sich auf die oben beschriebenen Zustände beziehen, die alle eine Folge der Politik der Troika sind.
Unter diesen Umständen und weil sich die Krise verschärft, leben wir Frauen in Entbehrung und Armut. Wir verfügen nicht einmal über ausreichende Mittel, für unseren Lebensunterhalt und um unsere Kinder aufzuziehen (Ernährung, Bekleidung, Heizung, Gesundheitschecks, Impfungen, allgemeine medizinische Versorgung usw.).

Diese sich ständig verschärfende humanitäre Krise, die noch lange andauern wird, ist der Hintergrund für den Versuch der FRAUENINITIATIVE, ein Solidaritätszentrum für Frauen ins Leben zu rufen. Es soll allen Frauen und insbesondere Alleinerzieherinnen offen stehen. Es soll ein „offener“ Raum sein, an dem jede von uns ihre Stimme erheben kann und gehört wird. Unsere Selbstorganisation wird es ermöglichen, Widerstand zu leisten und eine kollektive Antwort auf unsere Probleme zu geben.

Unser Ziel ist ein „FRAUENSOLIDARITÄTSZENTRUM“ das von 10 Uhr vormittags bis zum späten Abend geöffnet ist und Folgendes zur Verfügung stellen bzw. sichern soll:
▪ Rechtsberatung bei häuslicher Gewalt, in Gesundheitsfragen usw.
▪ Abende mit kollektivem Kochen und Essen
▪ Direkte Aktionen gegen Probleme die wir auf uns zukommen sehen wie z.B. das Abdrehen der Stromversorgung eines Haushaltes, schwindende bzw. gar nicht mehr vorhandene Gesundheitsvorsorge, Delogierungen u.ä.m.
▪ Mit unserem Slogan „Keine Frau alleine in der Krise!“ antworten wir auf die anachronistische Kultur von Gewalt, Barbarei und Vereinzelung mit einer anderen Kultur, mit einer Kultur von SOLIDARITÄT, SELBSTORGANISATION, KOOPERATION, GEGENSEITIGER HILFE und DIREKTER AKTION. Dies soll gemeinsam mit ähnlichen Bewegungen in der Stadt geschehen (wie z.B. Wohlfahrtseinrichtungen, soziale Zentren für Immigranten, Ärzte der Welt, Bürgerinitiativen etc.)

Wir appellieren an alle Frauenorganisationen, unser Projekt entsprechend ihrer Möglichkeiten finanziell zu unterstützen, entweder durch Fundraising für die Restaurierungskosten (wie z.B. für Elektrizitäts- und Installationsarbeiten, Wände-ausmalen, für die Möblierung ebenso wie für Plakate und weitere Informationsmaßnahmen) oder indem sie sich verpflichten, monatlich einen bestimmten Betrag zu überweisen – zehn oder zwanzig Euro, damit wir unsere monatlichen laufenden Ausgaben finanzieren können, solange bis wir mit den Aktivitäten des Zentrums ein eigenes Budget erwirtschaften können.

Schlussendlich ist es für uns sehr wichtig, engeren Kontakt mit ähnlichen Frauen- und Solidaritätsinitiativen aufzubauen.

IN KOORDINATION MIT ALLEN BEWEGUNGEN AUF ZUM SIEG!!!

Kontakt: Voula Taki 00306974796621
Kontonummer: 425/624773-33 (National Bank of Greece-NBG)
Iban:GR5601104250000042562477333
(Name: Evangelia Koumandraki)
BIC:ETHNGRAA Komitee „Solidarität mit dem Widerstand in Griechenland“ (Wien)
unterstützt die Fraueninitiative gegen Schulden und Sparpolitik, Thessaloniki

Das Elend der Bevölkerung in Griechenland wird immer größer und die bürgerlichen Medien schweigen das tot. Warum? Die europäischen KapitalistInnen und besonders ihre Banken haben mit dem Elend in Griechenland viele Profite gemacht und die kapitalistischen Medien sind ihr Sprachrohr.

Nun werden immer mehr Wohnungen oder Häuser von Arbeitslosen zwangsversteigert – und die MaklerInnen und Banken machen wieder viel Geld. Es gibt Widerstand in Griechenland, aber die griechische Regierung mit dem europäischen Kapital im Rücken, konnte diesen immer wieder niederschlagen.

Zehntausende sind obdachlos, haben nichts zu Essen und ihre Kranken kein Spital. Die Fraueninitiative gegen Schulden und Sparpolitik in Thessaloniki unterstützt diese Menschen. In ihrem schmucken Kellerlokal bieten sie arbeitslosen Frauen und Armen (mitunter auch Männern), die nichts zum Essen haben und/oder denen die Banken ihre Wohnung raubten und nun keine Schafplatz haben, einen Platz. Sie kommen zum Essen oder auch zum Duschen, zum Haarschneiden etc. oder nur zum Aufwärmen – im Winter ist es auch im südlichen Griechenland sehr kalt. Auch gebrechlichen Menschen und Kindern wird geholfen. Daneben können die Mitglieder Lernen, Nähen, Kochen und vor allem Diskutieren.

Und zu diskutieren gibt es viel: wie können Zwangsversteigerungen von Wohnungen der Arbeiterlosen verhindert werden (und sie sich mit anderen eine Bewegung erfolgreich geführt, dass der Staat diese Handlungen stoppen mußte); wie kann erfolgreicher Widerstand gegen die Sparmassnahmen organisieren; wie können wir selbstverwalteten Projekt , die Flüchtlinge schützen, etc. Viele die Mitglieder des Frauenzentrum sind Aktivistinnen und sehr kämpferische Frauen und beteiligen sich an Aktionen gegen die Sparmassnahmen, gegen Rassismus und Faschismus. Sie wollen konkrete Hilfe leisten, doch ihr Ziel ist eine Gesellschaft, die allen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen und dafür treten sie aktiv ein.

Daneben gibt es ein Heer von Flüchtlingen, die von der griechischen Bevölkerung größtenteils unterstützt werden, auch wenn sie selber arm sind. Die Frauen des Zentrums haben die Not der Flüchtlinge in Idomeni gelindert. Als die Regierung diese – auf Geheiß der Troika – sie von dort vertrieben hatten, mussten viele nach Thessaloniki übersiedeln. Die Bevölkerung und das Frauen-Zentrum halft ihnen. Die Frauen-Initiative nahmen vor allem Frauen mit Kindern in ihren Wohnungen auf, das Frauen-Zentrum half und hilft noch immer mit Geld- und Sachspenden und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Um die ImmigrantInnen von der Bevölkerung zu isolieren und jeglichen Kontakt der Unterstützungsvereine mit den ImmigrantInnen zu vermeiden hat die Troika und ihre gehorsame „linke“ Regierung die Flüchtlinge ihn „Camps“ eingeschlossen und die HelferInnen von dort ausgeschlossen. Sie fürchten zu Recht den gemeinsamen Kampf der Flüchtlinge mit der griechischen Bevölkerung gegen ihre rassistische und menschenverachtende Politik.

Das Wiener Komitee Solidarität mit dem Widerstand in Griechenland ist jetzt 4 Jahre alt und hat mit Bulletins, Seminaren und Veranstaltungen und versuchte auch mit die Einladung von griechischen Aktivistinnen die Wiener Linken über die Situation in Griechenland zu informieren. Daneben haben wir Geld- und Sachwerte gesammelt und nach Griechenland geschickt, um den griechischen Widerstand zu stärken. Wir hatten auch wiederholt für das Frauen-Zentrum in Thessaloniki gesammelt. Jetzt ist die finanzielle Situation des Zentrums aufgrund der immer größten Not in einer sehr prekär Lage und deshalb haben wir beschlossen wieder eine Sammlung zu organisieren.

Die arbeitende Bevölkerung in Griechenland ist sehr solidarisch, und in Österreich? Wir haben schon € 1.960 gespendet und gesammelt. Und du? Wir bitten dich um Unterstützung. Könntet du bei Feiern, im Vereinen, in deinem Betriebe oder in deiner Familien und im Freundeskreis, etc. sammeln. Oder hast du selbst ein bisschen Geld für das Frauen-Zentrum?

Wir würde uns sehr freuen, wenn du persönlich – auch mit FreundInnen – in den Veranstaltungen kommen könntest und – wenn du willst – mit uns diskutieren würdest.

Solidarische Grüße

Heinrich 17.1.217

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