[Bremen] Film „Solidaire ou Solitaire“ – „Gemeinsam oder einsam“, Dokumentation über die Solidarische Klinik von Thessaloniki am 2. Juli 2017

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe: „Greek Frühschoppen | German Kafenion – Ein griechisch-deutscher Wortwechsel vor der Hafenkulisse in Elefsina und Bremen“

Wo: „Golden City Hafenbar“, Europahafenkopf; Ludwig-Franzius-Platz 1, 28217 Bremen Europahafen

Wann: 2. Juli 2017. Veranstaltung ab 11 Uhr, Start Filmvorführung ca. 12.30 Uhr

Eintritt frei. Um Spenden für die Solidarische Klinik wird gebeten.

solidarische_Klinik_Thessaloniki

Ein Film über das Recht auf Gesundheit und Solidarität in Zeiten der
Krise in Griechenland

Dokumentarfilm über die Solidarische Klinik von Thessaloniki, 70 Minuten (Griechisch mit deutschen Untertiteln), Thessaloniki 2016, von: Eirini Karagkiozidou, Akis Kersanidis, Aimilia Kouyioumtzoglou, Kiki Moustakidou, Stavroula Poulimeni, Chrysa Tzelepi

Im Gegenzug zu den Krediten verlangte die Troika in der Krise von Griechenland, Staatsausgaben zurückzuschrauben und auch im Gesundheitswesen zu sparen. Binnen kurzem waren 30% der Bevölkerung ohne Krankenversicherung und damit ohne Zugang zu medizinischer Versorgung. Als Akte des Widerstands wurden in vielen Städten solidarische Praxen (Kliniken) gegründet, die diese Menschen umsonst behandelten. Die AktivistInnen in diesen Praxen arbeiten unentgeltlich, kollektiv und basisdemokratisch. Die Solidarische Praxis in Thessaloniki war eine der ersten und arbeitet nach wie vor. Der Film zeichnet die Geschichte der Praxis und ihrer AktivistInnen und PatientInnen nach. Eine Geschichte der praktischen und kämpferischen Solidarität.

Einsamkeit ist nicht einfach eine existentielle Frage, sondern Ergebnis der Politik der Krisenmaßnahmen der Memoranden. Solidarität war die Antwort auf die soziale Isolation. Die Dokumentation über die Solidarische Praxis in Thessaloniki beginnt mit ihrem ursprünglichen Gründungsanlass, dem Hungerstreik von 300 migrantischen Arbeitern im Jahr 2011. Mit dem Erzählen der Geschichten der betroffenen Patienten
und der Geschichten der Mitglieder der Solidarischen Praxis versucht der Film, das Phänomen des Auschlusses von Gesundheitlicher Versorgung einzufangen. Während der schlimmsten humanitären Krise bietet die Praxis medizinische Primärversorgung sowohl für MigrantInnen als auch für GriechInnen, für die die Türen des Nationalen Gesundheitssystems im Zuge der Krise plötzlich geschlossen waren. Zugleich versucht die Dokumentation auch eine Antwort auf die Frage, ob Solidarität durch solche Initiativen und Strukturen einer Gesellschaft implantiert werden können.

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