„Hausaufgaben“ (für griechische Regierung) zweites Unwort des Jahres


„Hausaufgaben“ wurde zum zweiten Unwort des Jahres 2015 gewählt. Begründung der Jury: „Das Wort „Hausaufgaben“ wurde in den Diskussionen um den Umgang mit Griechenland in der EU nicht nur, aber besonders im Jahr 2015 von Politikerinnen und Politikern, Journalistinnen und Journalisten als breiter politischer Konsensausdruck genutzt, um Unzufriedenheit damit auszudrücken, dass die griechische Regierung die eingeforderten so genannten Reformen nicht wie verlangt umsetze: Sie habe ihre „Hausaufgaben“ nicht gemacht.

In diesem Kontext degradiert das Wort souveräne Staaten bzw. deren demokratisch gewählte Regierungen zu unmündigen Schulkindern: Ein Europa, in dem „Lehrer“ „Hausaufgaben“ verteilen und die „Schüler“ zurechtweisen, die diese nicht „erledigen“, entspringt einer Schule der Arroganz und nicht der Gemeinschaft. Das Wort ist deshalb als gegen die Prinzipien eines demokratischen Zusammenlebens in Europa verstoßend zu kritisieren.“ (Quelle)
Das Unwort des Jahres wird von einer unabhängigen sprachkritischen Initiative gewählt. Die Jury bestehend aus vier Sprachwissenschaftlern und einem Journalisten.
Das erste Unwort des Jahres 2015 ist „Gutmensch“.

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2 Antworten zu „Hausaufgaben“ (für griechische Regierung) zweites Unwort des Jahres

  1. bluecrystal7 schreibt:

    Hat dies auf meinesichtweise rebloggt und kommentierte:
    “Hausaufgaben” wurde zum zweiten Unwort des Jahres 2015 gewählt. Begründung der Jury: “Das Wort „Hausaufgaben“ wurde in den Diskussionen um den Umgang mit Griechenland in der EU nicht nur, aber besonders im Jahr 2015 von Politikerinnen und Politikern, Journalistinnen und Journalisten als breiter politischer Konsensausdruck genutzt, um Unzufriedenheit damit auszudrücken, dass die griechische Regierung die eingeforderten so genannten Reformen nicht wie verlangt umsetze: Sie habe ihre „Hausaufgaben“ nicht gemacht.

    In diesem Kontext degradiert das Wort souveräne Staaten bzw. deren demokratisch gewählte Regierungen zu unmündigen Schulkindern: Ein Europa, in dem „Lehrer“ „Hausaufgaben“ verteilen und die „Schüler“ zurechtweisen, die diese nicht „erledigen“, entspringt einer Schule der Arroganz und nicht der Gemeinschaft. Das Wort ist deshalb als gegen die Prinzipien eines demokratischen Zusammenlebens in Europa verstoßend zu kritisieren.”

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  2. schaeffercornelia schreibt:

    Auch der Ausdruck „Schuldensuender “ liegt auf der naemlichen Linie .
    Verquickt unzulaessigerweise Moralisch-Religioeses mit Wirtschaftlich-Finanztechnischem

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