Die Erpressung durch die Kolonialmächte geht weiter

inveraray03_400x440Die griechische Regierung hat sich fast allen Kürzungen und Entrechtungen, die die Quadriga ihnen aufgezwungen hat, unterworfen.

Im Moment wehrt sie sich gerade tapfer bezüglich eines Punktes. Sie kämpft darum, dass möglichst wenige Griech*innen aus ihren Wohnungen oder Häusern geschmissen werden, weil sie ihre Hypotheken nicht zahlen können (dazu hier).

Aber auch in diesem Punkt bleiben die europäischen Mächte hart. Sie geben der griechischen Regierung gnädiger weise ein paar Tage Zeit, nachzugeben. Andernfalls drohen sie – wie immer – damit, Griechenland pleite gehen zu lassen. Spätesten Anfang nächster Woche sollen die Euro-Finanzminister befriedigt werden.

Alexis Passadakis von attac hat am 2. November bei einer Fachtagung der Faktion der Linken im Bundestag argumentiert, es gäbe ökonomische, politische und Herrschafts-Gründe für die Austeritätspolitik der  europäischen Mächte. Ökonomisch gehe es vor allem darum, die globale Wettbewerbsfähigkeit u.a. durch Senkung der Löhne zu verbessern. Auf der politischen Ebene diene die Austeritätspolitik der Verfestigung des Status von Griechenland als Kolonie – einer Kolonie nach britischem Muster, wo einheimische Kolonialverwaltungen die Befehle der Krone ausführten.

Eine dritte Motivation für die Austeritätspolitik sieht Passadakis darin, dass es ein Herrschaftsprojekt sei. Es gehe ums Herrschen aus Prinzip, die Unterwerfung müsse eingeübt werden.

In dem, was gerade passiert,  kann man Elemente dieser dritten Motivation entdecken. Ja auch Rachsucht scheint eine Rolle zu spielen: Die ehemaligen Rebellen müssen auf die Knie!

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