[Frankfurt/M] Distomo-Überlebender Argyris Sfountouris kommt zur Kinovorstellung am 8. September

Distomo-Überlebender Argyris Sfountouris kommt zur Kinovorstellung „Ein Lied für Argyris!“ im naxos.Kino Frankfurt, am Dienstag, den 8. September 2015.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

zu dieser Filmvorführung laden wir Sie herzlich ein und hoffen auf einen Veranstaltungshinweis und eine altuelle Berichterstattung.

Das Griechenland Solidartätskomitee möchte mit der Beteiligung an dieser Veranstaltung erneut öffentlich auch auf die aktuelle Situation in Griechenland aufmerksam machen und das besonders belastete Verhältnis der Bundesregierung zu dem krisengeschüttelten Land verdeutlichen.

Für uns ist dies ein besonderer Beitrag zur Solidarität mit dem griechischen Volk.

Mit freundlichen Grüßen
Dieter Hooge

Griechenland Solidaritätskomitee Frankfurt-Rhein/Main
Unter den Birken 25
60596 Frankfurt
Mobil:  0171 3358802

Nachfolgend eine kurze Beschreibung des Dokumentarfilms „Ein Lied für Argyris” von Stefan Haupt, der am 18 September 2015 im Rahmen der neuen Filmreihe “Geschichtsstunde” um 19:30 Uhr im naxos.Kino im WILLY PRAML THEATER in der Naxoshalle in Frankfurt (Eingang Waldschmidtstraße 19 / Hinterhof) gezeigt wird

Am 10. Juni 1944 erlebte und überlebte der vierjährige Argyris Sfountouris im kleinen griechischen Bauerdorf Distomo ein Massaker der deutschen Wehrmacht und der SS, dem etwa 218 Menschen zum Opfer fielen, darunter die Eltern des Jungen und 30 weitere Angehörige.

1949 kam Argyris als Waisenkind in die Schweiz in das internationale Kinderdorf Pestalozzi. Nach seiner Ausbildung unterrichtete er als Physiker an Zürcher Gymnasien, übersetzte griechische Dichter ins Deutsche und arbeitete später unter anderem mit dem Schweizerischen Katastrophenhilfekorps als Entwicklungshelfer in Somalia, Nepal und Indonesien. Seit seiner Rückkehr nach Europa reist er häufiger zwischen der Schweiz und Griechenland hin und her, wobei die Aufenthalte in seiner alten Heimat immer länger werden. Auf eine zumindest symbolische Wiedergutmachung durch die Bundesregierung wartet Argyris Sfountouris immer noch. Die Dokumentation von Stefan Haupt ist ein Film über den Umgang mit persönlicher Trauer – und über den Umgang mit der historischen Schuld Deutschlands gegenüber Griechenlands, die nichts an ihrer Aktualität eingebüßt hat.

Argyris Sfountopuris wird sein Ende September erscheinendes Buch „Trauer um Deutschland“ vorstellen.

Dieser Kinoabend ist eine Gemeinschaftsveranstaltung des naxos.Kinos mit dem Griechenland-Solidaritätskomitee Frankfurt-Rhein/Main und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen.

Zum anschließenden Filmgespräch kommen der Protagonist Argyris Sfountouris und die Mitveranstalterin Elisabeth Abendroth vom Griechenland-Solidaritätskomitee.

Die Moderation hat Wolf Lindner.

Dienstag, 8. September 2015       19.30 Uhr, Naxoshalle

Geschichtsstunde

Ein Lied für Argyris                       

Dokumentarfilm von Stefan Haupt

Ja! Er, heute 66 Jahre alt, kommt zum Filmgespräch in die Naxoshalle!!! Mit vier Jahren erlebte und überlebte der Bauernjunge Argyris in einem kleinen griechischen Bauerndorf ein Massaker der deutschen Wehrmacht und der SS., bei dem er seine Eltern und 30 weitere Angehörige verlor 218 Tote! Die ganze Unfassbarkeit des Krieges – wie lebt man mit einer solchen Geschichte?

Dieser Film ist beklemmend aktuell als Hintergrund zu der schwelenden Debatte, ob Deutschland noch immer Entschädigungen nach Athen zahlen muss oder soll.

Ein Film über die schier unlösbaren Schwierigkeiten einer wirklichen Aussöhnung, über die Suche nach Frieden – eine Reise mit offenem Ausgang.

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