Aufruf “Nicht in unserem Namen”

Wir sind bestürzt über die jüngsten Entwicklungen der EU-Politik gegenüber Griechenland und stellen fest, dass
◾das deutsche Diktat von Brüssel ein Anschlag auf die Demokratie in Europa ist und dass wir uns schämen, dass ein solcher Anschlag erneut, nach 1914 und 1939/40, von deutschem Boden ausgeht und deutsche Herrschaftsansprüche ihm zugrunde liegen,
◾die Unterstellung Griechenlands unter ein von Berlin beherrschtes europäisches Protektorat allen Bestrebungen nach einem demokratischeren und sozialen Europa zuwider läuft,
◾auf Druck der deutschen Regierung ein ökonomisch unsinniges Zwangsprogramm beschlossen wurde, das die griechische Bevölkerung noch weiter ins Elend stürzt und die gescheiterte Doktrin von Neoliberalismus und Austerität gewaltsam durchsetzen soll, zum Schaden von Werten wie soziale Gerechtigkeit und Solidarität in Europa.

Wir können aus diesem Staat, dessen Regierung das Brüsseler Diktat durchgesetzt hat, nicht austreten, wir können auch keine Aktien der “Firma Deutschland” verkaufen, deswegen sagen wir: Diese Regierung handelt nicht in unserem Namen. Wir werden diese Regierungspolitik bekämpfen und solidarisieren uns mit den gegen diese Politik in anderen Ländern sich erhebenden Protesten.

Aufruf vom 16. Juli 2015

Wer den Aufruf unterstützen möchte, soll sich heute noch bis 15 Uhr bei der Autorin (Ingeborg Wick, Ingeborg.Wick[at]gmx.de) melden!

Erstunterzeichner_innen:

Detlef Hensche
Jürgen Holz
Prof. Dr. Ingrid Kurz-Scherf
Werner Sauerborn
Ingeborg Wick
Prof. Dr. Bodo Zeuner

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5 Antworten zu Aufruf “Nicht in unserem Namen”

  1. Monika v. zur Mühlen schreibt:

    Diesen Aufruf unterstütze ich mit voller Überzeugung. Für das Vorgehen von Merkel, Schäuble und Co. kann man sich nur schämen.

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  2. Marlies Osenberg schreibt:

    Es muss endlich wieder ein Europa der Solidarität der Menschen werden und nicht ein Europa, dass unter dem Diktat der Banken steht. Die Manipulation der Bevölkerung durch die offiziellen Medien muss aufhören. Die griechische Regierung hat meinen Respekt und Achtung. Ich schäme mich für die Regierung der Bundesrepublik, und ich distanziere mich davon, Deshalb unterstütze ich diesen Aufruf und Griechenland.

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  3. ramona kurz schreibt:

    ich unterstütze den aufruf.

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  4. Peter Engert schreibt:

    Als überzeugter Europäer kann ich den Aufruf nur unterstützen! Ein gemeinsames Europa braucht soziale und solidarische Politik. Besonders peinlich ist dabei, dass ein hegemoniales Deutschland in diesem Zusammenhang wieder seine hässliche Fratze zeigt. Im Sinne des Zusammenwachsens der europäischen Völker in einem „gemeinsamen Haus“ ist es dringend Zeit, dass für die Vertreter*innen chauvinistischer Austerität die Abschiedsglocken läuten!

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