Zuerst veröffentlicht in Exantas Heft #39, 2024
Von Leona Balatsiou Adjaye
Griechenland hat noch einen langen Weg vor sich, wenn es darum geht, die vollständige Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen. Die Herausforderungen reichen von Femiziden und Diskriminierung bis hin zur fortlaufenden #MeToo-Bewegung und zur geschlechtsspezifischen Gewalt, insbesondere während der Covid-19-Pandemie, die feministischen Bewegungen im Land neu entfacht haben. Um jedoch einen sicheren Bezugsrahmen für die Analyse und Bewertung des Gleichstellungsdiskurses im Land zu schaffen, ist es wichtig, die historische Entwicklung des Feminismus anzureißen und gleichzeitig auch die Etablierung und Relevanz der Gender Studies an Universitäten zu beleuchten.
Feministische Bewegungen und demokratische Reformen
Kalliroi Parren (1859-1940) gilt als die Begründerin der feministischen Bewegung in Griechenland. Als Journalistin veröffentlichte sie von 1887 – 1917 ihre an eine weibliche Leserschaft gerichtete und ausschließlich von Frauen betriebene Zeitung Ephimeris ton Kyrion [Journal für die Damen]. Parrens Zeitung wurde zum Meilenstein des sozialen Wandels, indem sie sowohl als Informationsmedium diente, als auch progressive Perspektiven in Richtung Gerechtigkeit und Gleichheit der Geschlechter förderte.











