Schattenseite des Tourismus: die Ausbeutung der Arbeitenden

Dies ist ein Plakat der Gruppe Lantza, die sich innerhalb der Gewerkschaft der im Tourismus und Gastgewerbe Tätigen der Präfektur Attika engagiert

Immer mehr Deutsche verbringen Urlaub in Griechenland. Letzes Jahr waren es
5,9 Millioneni. Das Land hat herrliche Landschaften, gastfreundliche Menschen, vielfältige Kulturen und noch viel mehr zu bieten. Nur leider hat der Tourismus in Griechenland eine Reihe von Schattenseitenii. Eine ist die gnadenlose Ausbeutung der in diesem Bereich arbeitenden Menschen durch großes und mittleres Kapital und auch durch kleinere Selbständige.
Gestern, am 24.06.2026 streikte die Gewerkschaft der im Tourismus und Gastgewerbe Tätigen der Präfektur (περιφέρεια) Attika, um gegen die unzumutbaren Zustände zu protestieren.

Der Streik forderte u.a.:
– einen Tarifvertrag
– Abschaffung des 13-Stundentages
– Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen
– kein Gehalt unter 1200,- Euro netto
– ein Ende der ungesicherten Arbeitsverhältnisseiii

Besonders perfide erscheint uns, dass die in den letzten Jahre häufig vorkommende Praxis, dass Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern Lohn überweisen, aber nur unter der Bedingung, dass die Arbeitnehmer einen Großteil dieses Betrages bar an die Arbeitgeber zahlen. D.h. die Arbeitnehmer werden gezwungen, bei einem Betrug zu ihren Ungunsten mitzumachen.


Anmerkungen

iQuelle: https://www.reisereporter.de/reisenews/bei-deutschen-so-beliebt-wie-noch-nie-griechenland-meldet-reise-rekord-2VCOPTKWBRHVFG7ON5XFZEI24M.html

ii Siehe dazu Beiträge auf unserer Netzseite: https://griechenlandsoli.com/category/tourismus/

iii Quelle: https://anipakoi.gr/apergia-ston-tourismo-den-tha-ploutizoun-allo-stis-plates-mas/

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Arbeitsverhältnisse, Tourismus veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse einen Kommentar