Athener Geflüchteten-Kiez mit hundertjähriger Geschichte droht die Räumung

Nagaremono, CC BY 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by/3.0, via Wikimedia Commons

Musa Kaplan interviewte die Bewohnerinnen Mol und Nora, sozonline.de Mai 2026:
„Die Gemeinschaft des besetzten Prosfygika in Athen lebt Kollektivität. Jetzt droht der griechische Staat sie zu räumen.
Mol und Nora sind beide Teil der Community und aktiv im Internationalistischen Komitee und in der Struktur für technische Arbeiten. Mit ihnen sprach Musa Kaplan.
Wie ist die Nachbarschaft des besetzten Prosfygika entstanden?
Mol: Diese Nachbarschaft besteht seit hundert Jahren und sie hat eine lange Widerstandsgeschichte. In den 90er Jahren wurde sie geräumt, weil der Staat geplant hatte, das Viertel abzureißen. Daraufhin haben autonome und andere politische Menschen angefangen, das Viertel zu besetzen, es kamen aber auch die Mafia und viele Menschen in Not. 2010 hat sich die Community gegründet, basierend auf dem Befreiungskampf gegen die organisierte Mafia, während die Polizei die Steuern vom Drogenhandel abschöpfte. Daraus ist die heutige Nachbarschaft des besetzten Prosfygika mit über zwanzig Strukturen und einem kollektiven Leben entstanden.“
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Aktuelle Infos zu den Hungerstreiks von mittlerweile zwei Bewohner*innen:
Ferry Batzoglou, taz 5.5.2026:
„Er ist völlig abgemagert, sein Gesicht ist hohlwangig, er ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Kämpferisch streckt Aristos Chantzis vor einem Wohnblock an der Alexandrasstraße in der Athener Innenstadt die linke Faust in den attischen Himmel. Chantzis’ einprägsames Motto für seinen Widerstand: „Hände weg von den Prosfygika!“
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