„Heimat unterm Hammer“

Die Regierung bahauptet, alles sei gut in Hellas – gleichzeitig ätzt sie gegen Arbeitslose, die nicht für Hungerlöhne in der Tourismusbranche arbeiten wollen und das Auf-die-Straße-Setzen von Griech:innen geht weiter.

Von Hansgeorg Hermann, Junge Welt 20.5.2022:
„Heimat unterm Hammer
Griechenland: Tausende Familien, die sich in besseren Tagen Kredite aufschwatzen ließen, verlieren ihre Eigenheime an Banken und Hedgefonds
or ungefähr zwölf Jahren, erinnert sich der Kreter Stelios Georgedakis, hätten ihn »Leute von der Bank« manchmal noch um Mitternacht zu Hause angerufen. Was sie wollten, war dem damals keine 30 Jahre alten Mann zugleich klar und unklar. Georgedakis hatte in einem der bekanntesten Touristenorte Griechenlands, im kretischen Agia Roumeli, am Ausgang der berühmten Samariaschlucht eine Taverne übernommen, die damals nicht besonders gut lief. Es fehlten vor allem Zimmer, in denen die Gäste seiner kleinen Gaststätte über Nacht hätten bleiben können. Was die mysteriösen Anrufer anboten, waren Kredite, mit denen sich dieser offensichtliche Mangel sofort hätte beheben lassen. Stelios lehnte ab und ist seit Jahren froh, dass er den Agenten der Geldhäuser damals nicht auf den Leim ging.“ Weiterlesen

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