Hochschwangere schwer verletzte Geflüchtete wird von Behörden schikaniert

Von Giorgos Christides und Steffen Lüdke, Spiegel online, 26.2.2021:
Schwangere zündete sich an
Griechische Staatsanwaltschaft will Geflüchtete wegen Brandstiftung belangen
Auf Lesbos hausen Tausende Flüchtlinge unter erbärmlichen Bedingungen. Nun gehen griechische Behörden gegen eine schwangere Frau vor, die das Leben im Camp nicht mehr aushielt und sich in Brand setzte.

Die Staatsanwaltschaft auf der griechischen Insel Lesbos geht strafrechtlich gegen eine hochschwangere Geflüchtete vor, die sich aus Verzweiflung in Brand gesteckt hatte. Das geht aus einem Schreiben der örtlichen Behörden hervor, das dem SPIEGEL vorliegt.
Die 27-jährige Afghanin zündete sich am Sonntagmorgen in ihrem Zelt im Flüchtlingslager auf Lesbos selbst an, nachdem sie ihre Familie in Sicherheit gebracht hatte. Die Nachbarn hatte die Afghanin nach Angaben ihrer Anwältin vorher gewarnt. Sie löschten die Flammen gemeinsam mit der Polizei und der Feuerwehr.
Die Frau erlitt schwere Brandverletzungen und wurde ins Krankenhaus in der Inselhauptstadt Mytilini gebracht. Dort liegt sie bis heute, in wenigen Tagen könnte sie ihr Kind bekommen. Bei dem Brand wurden keine anderen Personen verletzt.
Die Afghanin lebt seit 14 Monaten mit ihren drei kleinen Kindern und ihrem Mann im Lager Kara Tepe. Die griechischen Behörden hatten auf Lesbos eine provisorische Zeltstadt für 6000 Menschen errichtet, nachdem das Elendslager Moria im Sommer abgebrannt war.“ weiterlesen

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