Krankenhausärzte-Verband erklärt: Wir behandeln Flüchtlinge und Zuwanderer auch ohne AMKA !

Hippokrates. Foto: Baumeister: Denkmäler des
klassischen Altertums. 1885. Band I., Seite 694. –
Übertragen aus de.wikipedia nach Commons.,
Gemeinfrei,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1718517

Von Ralf Kliche.
Ich hatte bereits darauf hingewiesen, dass der kostenlose Zugang zum staatlichen Gesundheitssystem im Krankenhaus – gebunden an den Besitz der Krankenkassenkarte AMKA – für Flüchtlinge durch die neue Regierung eingeschränkt wurde. Im Rahmen der Verschärfung und Neuordnung der Asylpolitik soll eine solche Karte erst nach Anerkennung im Asylverfahren ausgegeben werden.
Der stellvertretende Gesundheitsminister Kontozamanis, hatte aber im September erklärt, dass in diesen Fällen eine gesundheitliche Versorgung durch eine neu zu vergebende CIPA-Karte sichergestellt sei (ΚΥΠΕ, Aliens Health Care Card).
Nun wurde aber davon berichtet, dass die medizinische Behandlung kranker Flüchtlinge abgelehnt wurde. So wurde etwa die Behandlung (CT-Untersuchungen und Chemotherapie) eines krebskranken 22-jährigen Patienten aus Pakistan angelehnt, weil er über keine AMKA-Karte verfügte. (1) Ähnliches bei einer Migrantin, der in Heraklion eine Chemotherapie angesichts einer Krebserkrankung verweigert wurde, weil sie keine AMKA-Karte besaß und die Behandlung nicht selbst bezahlen konnte.

Darauf hat jetzt der Verband der Krankenhausärzte in Griechenland OENGE hingewiesen. Er forderte in der Erklärung „die sofortige Aufhebung der unmenschlichen Entscheidung des Arbeitsministers Vroutsi, die Erteilung von AMKA zurückzunehmen und so Flüchtlinge und Migranten von der notwendigen ärztlichen Versorgung auszuschließen.“ (2)

Weiter heißt es: „Wir werden weiterhin das tun, was unser Gewissen und unsere medizinische Ethik von uns verlangen. Wir werden weiterhin Patienten unabhängig von Hautfarbe, Rasse und Religion behandeln. Wir werden unsere Rolle nicht aufgeben. Wir sind Ärzte. Wir werden unsere Dienste weiterhin jenen anbieten, die durch Armut, Kriege oder Flüchtlinge aus ihrer Heimat vertrieben wurden, ob sie AMKA und CIPA haben oder nicht.“ (3)

Quellen / Anmerkungen:

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3 Antworten zu Krankenhausärzte-Verband erklärt: Wir behandeln Flüchtlinge und Zuwanderer auch ohne AMKA !

  1. Schlimm… ☹ So sieht also das griechische Gesundheitswesen à la Kyriakos Mitsotakis aus! An diesem extremen Paradebeispiel von UNMENSCHLICHKEIT(!) der neuen, rechts-konservativen griechischen Nea Dimokratia-Regierung erkennt man deutlich, was dieser unfähige Mister Mitsotakis und seine peinliche Truppe im schönen Griechenland noch noch alles so anrichten werden! Zum Glück haben die griechischen Ärzte in den Krankenhäusern ihre Menschlichkeit bewahrt und behandeln jetzt trotzdem schwerkranke/krebskranke Flüchtlinge – wie einen 22-jährigen Pakistani -auch ohne AMKA-Krankenversicherungs-Karte! Schämen Sie sich, Herr Mitsotakis! Natürlich haben Flüchtlinge keine EU-Krankenversicherungs-Karte, wie z.B. ich als EU-Bürgerin… Ist doch logisch, oder?

    „Nun wurde aber davon berichtet, dass die medizinische Behandlung kranker Flüchtlinge abgelehnt wurde. So wurde etwa die Behandlung (CT-Untersuchungen und Chemotherapie) eines krebskranken 22-jährigen Patienten aus Pakistan angelehnt, weil er über keine AMKA-Karte verfügte. (1) Ähnliches bei einer Migrantin, der in Heraklion eine Chemotherapie angesichts einer Krebserkrankung verweigert wurde, weil sie keine AMKA-Karte besaß und die Behandlung nicht selbst bezahlen konnte.

    Darauf hat jetzt der Verband der Krankenhausärzte in Griechenland OENGE hingewiesen. Er forderte in der Erklärung „die sofortige Aufhebung der unmenschlichen Entscheidung des Arbeitsministers Vroutsi, die Erteilung von AMKA zurückzunehmen und so Flüchtlinge und Migranten von der notwendigen ärztlichen Versorgung auszuschließen.“ (2)

    „…Weiter heißt es: „Wir werden weiterhin das tun, was unser Gewissen und unsere medizinische Ethik von uns verlangen. Wir werden weiterhin Patienten unabhängig von Hautfarbe, Rasse und Religion behandeln. Wir werden unsere Rolle nicht aufgeben. Wir sind Ärzte. Wir werden unsere Dienste weiterhin jenen anbieten, die durch Armut, Kriege oder Flüchtlinge aus ihrer Heimat vertrieben wurden, ob sie AMKA und CIPA haben oder nicht.“ (3)

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  2. Hat dies auf meinesichtweise rebloggt und kommentierte:
    Schlimm… ☹ So sieht also das griechische Gesundheitswesen à la Kyriakos Mitsotakis aus! An diesem extremen Paradebeispiel von UNMENSCHLICHKEIT(!) der neuen, rechts-konservativen griechischen Nea Dimokratia-Regierung erkennt man deutlich, was dieser unfähige Mister Mitsotakis und seine peinliche Truppe im schönen Griechenland noch noch alles so anrichten werden! Zum Glück haben die griechischen Ärzte in den Krankenhäusern ihre Menschlichkeit bewahrt und behandeln jetzt trotzdem schwerkranke/krebskranke Flüchtlinge – wie einen 22-jährigen Pakistani -auch ohne AMKA-Krankenversicherungs-Karte! Schämen Sie sich, Herr Mitsotakis! Natürlich haben Flüchtlinge keine EU-Krankenversicherungs-Karte, wie z.B. ich als EU-Bürgerin… Ist doch logisch, oder?

    „Nun wurde aber davon berichtet, dass die medizinische Behandlung kranker Flüchtlinge abgelehnt wurde. So wurde etwa die Behandlung (CT-Untersuchungen und Chemotherapie) eines krebskranken 22-jährigen Patienten aus Pakistan angelehnt, weil er über keine AMKA-Karte verfügte. (1) Ähnliches bei einer Migrantin, der in Heraklion eine Chemotherapie angesichts einer Krebserkrankung verweigert wurde, weil sie keine AMKA-Karte besaß und die Behandlung nicht selbst bezahlen konnte.

    Darauf hat jetzt der Verband der Krankenhausärzte in Griechenland OENGE hingewiesen. Er forderte in der Erklärung „die sofortige Aufhebung der unmenschlichen Entscheidung des Arbeitsministers Vroutsi, die Erteilung von AMKA zurückzunehmen und so Flüchtlinge und Migranten von der notwendigen ärztlichen Versorgung auszuschließen.“ (2)

    „…Weiter heißt es: „Wir werden weiterhin das tun, was unser Gewissen und unsere medizinische Ethik von uns verlangen. Wir werden weiterhin Patienten unabhängig von Hautfarbe, Rasse und Religion behandeln. Wir werden unsere Rolle nicht aufgeben. Wir sind Ärzte. Wir werden unsere Dienste weiterhin jenen anbieten, die durch Armut, Kriege oder Flüchtlinge aus ihrer Heimat vertrieben wurden, ob sie AMKA und CIPA haben oder nicht.“ (3)

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  3. kokkinos vrachos schreibt:

    Moin und Kalimera, die neoliberale und rechts-konservative Regierungspartei Nea Dimokratia (ND) von Ministerpräsident Kyrgiakos Mitsotakis erklärte Mirganten, Flüchtlinge, Anarchisten und den Stadatteil Exarchia in Athen zu den Hauptproblemen.

    Die ND verfolgt eine neoliberale Agenda im Dienste des internationalen Finanzkapitals.

    Kurz gesagt: Neoliberalismus, Technokratie, Kirche und Tradition. Das ist es, was die Regierung der Neuen Demokratie unter „Recht und Ordnung“ versteht.

    Ta Leme, kv

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