Beitrag von Imke Meyer
Alle Vorteile bleiben beim Konzern, alle Nachteile beim Staat – das ist das Rezept, nach dem die Privatisierung des griechischen Staatsvermögens vorgenommen wird, eine mit keinem Feigenblatt mehr verhüllte Form des Kolonialismus. Bedurfte es früher noch einer Armee, um sich einen fremden Staat untertan zu machen, reichen dazu heute die Sturmtruppen der Troika.
Im sog. Dritten Memorandum vom Juli 2015 wurde ausdrücklich festgeschrieben, dass die 14 gewinnbringenden Flughäfen Griechenlands an den deutschen Flughafenbetreiber Fraport gehen. Imke Meyer von der «Griechenland Solidarität Frankfurt-Rhein-Main» ist der Frage nachgegangen, wie diese Privatisierung abläuft und was sie bedeutet. Der nachstehende Text basiert auf einem Vortrag, den sie am 11.Januar 2016 in Frankfurt am Main auf Einladung des Frankfurter Bündnisses gegen Privatisierung hielt.
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[Zur Übernahme der Flughäfen durch Fraport finden in Frankfurt/M. am 30. Juni (Link) und in Berlin am 1. Juli (Link) Diskussionsveranstaltungen mit an beiden Orten u.a. dem Bürgermeister von Korfu statt.]


Kalimera, die griechische Privatisierungsbehörde TAIPED hat die Privatisierung weiterer 23 Regionalflughäfen und 10 Häfen angekündigt.
Flughafen-Arbeiter streiken wegen Fraport-Deal
Flughafenbetreiber Fraport will 14 Regional-Flughäfen in Griechenland aufkaufen. Allerdings müssen die Behörden dem Deal noch zustimmen. Um das zu verhindern, wollen die Flughafenmitarbeiter nun fünf Tage lang streiken.
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/proteste-in-griechenland-flughafen-arbeiter-streiken-wegen-fraport-deal/13733040.html
Griechenland will weitere Regionalflughäfen und Häfen verpachten
Die griechische Regierung unter Alexis Tsipras treibt die Privatisierungen voran.
https://www.cash.ch/news/politik/griechenland-will-weitere-regionalflughafen-und-hafen-verpachten-460819
vg, kv
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