[Berlin] „Selbstorganisation und Solidarität“, Veranstaltung am 27. März

Aktivist_innen aus dem „Nachbarschafts und  Erwerbslosenzentrum Perama“, der „Klinik der Solidarität“ in Thessaloniki und von „solidarity4all“ berichten

im „Jockel“ in der Ratiborstraße 14c, Berlin Kreuzberg, Bus M 29 (Reichenberger Ecke Glogauer Str.) am Feitag, den 27. März, 19.00 Uhr

Organisiert von:
radikale linke | berlin,
Griechenland-Solireisegruppe,
AK Internationalismus der IGM Berlin
in Zusammenarbeit mit:
Hände weg vom Wedding

Selbstorganisation und Solidarität
Projekte der sozialen Selbsthilfe schossen in Griechenland in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden – vor allem in den verarmten Vierteln der Städte und Großstädte, aber auch auf dem Land. Mit dem Zusammenbruch der sozialen Sicherungssysteme für immer breitere Bevölkerungsschichten versuchen sie das soziale Leben und den gesellschaftlichen Zusammenhalt aufrecht zu erhalten. Sie versuchen zu verhindern, dass der Überlebenskampf zu einem Kampf „Jeder gegen
Jeden“ wird, dessen Nutznießer nur die Populisten der extremen und faschistischen Rechten wären.
Die Aktivitäten der sozialen Selbsthilfe sind vielfältig:

  • Sie unterstützen Kinder durch Nachhilfeunterricht.
  • Sie sorgen dafür, dass Menschen, die ihr Stromrechnungen nicht begleichen konnten, wieder an das Netz angeschlossen werden.
  • Sie produzieren Lebensmittel und verteilen sie solidarisch.
  • Sie verteilen Lebensmittelrationen an Bedürftige und organisieren Volksküchen.
  • Sie organisieren Lebensmittelmärkte unter Ausschluss des Zwischenhandels.
  • Sie bauen ambulante und solidarische Gesundheitszentren auf.

So entstanden aus der Not erste Ansätze einer alternativen Ökonomie, in der nicht Gewinn- und Renditeerwartungen, sondern die Erfüllung der Bedürfnisse der Einwohner_innen und Produzenten_innen die Triebkraft sind. Letztendlich sorgten gerade diese Basisprojekte mit ihrer Arbeit und ihren Protesten auch für den Politikwechsel 2015.

Mit der Wahl von Syriza waren viele Hoffnungen verbunden:

  • Was ist davon geblieben?
  • Wie halten diese selbstorganisierten Strukturen ihre internen Spannungen aus, wo Menschen unterschiedlicher politischer Überzeugung zusammenarbeiten?
  • Schaffen sie es sich ihre Autonomie zu bewahren?
  • Sind diese Projekte wirklich „ein Baustein für eine neue Gesellschaft“ – oder werden die Interessen der Menschen wieder an eine Regierung delegiert?

Diese Fragen möchten wir mit Aktivist_innen vom Nachbarschaftszentrum in Perama; von den unabhängigen „Kliniken der Solidarität“ in Thessaloniki und „solidarity4all“ aus Athen diskutieren.

Nähere Informationen zu den Projekten findet ihr auf:
http:\\one-struggle.site36.net
V.i.S.d.P.: Andreas Hesse, Friedelstr. 26, 12047 Berlin

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