Diskussionsveranstaltung mit Albert Reiterer (Soziologe) und Boris
Lechthaler (Aktivist, Solidarwerkstatt)
Wann: Freitag, 22. Mai, 19 Uhr
Ort: Gußhausstraße 14/3, 1040 Wien
In ihrem gemeinsamen Buch wenden sich zwei renommierte Ökonomen – Hainer Flassbeck aus Deutschland und Costas Lapavitsas aus Griechenland – gegen die Austerität in Europa (Originaltitel: „Against the Troika: Crisis and Austerity in the Eurozone“, VersoBooks). Aus dem Buch spricht ihre Skepsis, dass die EU zu einem Kurswechsel bereit ist. Daher formulieren
sie am Beispiel Griechenlands die Grundzüge eines alternatives Programm
außerhalb der Eurozone. Die Entwicklungen können ihnen bald rechtgeben: das
Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone noch vor dem Sommer wird immer
wahrscheinlicher – beinahe wöchentlich steht die Insolvenz des Landes auf
der Tagesordnung und der Spielraum für die Syriza-Regierung zwischen
Kapitulation und einem Plan B des Bruches mit der Eurozone wird immer enger.
Während Europas Eliten mit Zynismus, aber auch Sorge über die Konsequenzen,
reagieren, zeigen Flassbeck und Lapavitsas, dass es durchaus Hoffnung
jenseits des Euro gibt.
Die unsichere Zukunft Europas erfordert eindringlich, besonders angesichts
der Entwicklungen in Griechenland, die Diskussion über den „Plan B“ des
Ausstiegs aus dem Euro-Regime. Dies gilt nicht nur, wie Flassbeck/Lapavitsas
zeigen, für den Krisenländern der Peripherie, sondern auch für soziale und
demokratische Kräfte in den Zentrumsländern der EU.
Aus diesem Anlass wollen wir zu einer Diskussion über das aktuelle Buch von
Flassbeck/Lapavtisas und zur Frage „Gibt es einen Plan B für einen sozialen
und demokratischen Weg jenseits des Euro“ einladen, mit Impulsreferaten von:
Albert Reiterer (Soziologe): Einleitung zu dem Buch „Against the Troika:
Crisis and Austerity in the Eurozone“.
Boris Lechthaler (Solidarwerkstatt): Alternativen zum Euro-Austeritätsregime
und Möglichkeiten kritischer Kräfte in Österreich

