[Bayern] Paul Michel zur Frage „Was jetzt tun?“

Hallo Georg und Klaus,
Selbstverständlich sollten wir mit Solidaritätsaktivitäten nicht bis zum 21./22. Februar warten. Alle möglichen Gruppen sollten vor Ort schon was machen. Ich finde, dass zumindest bis zum Wahltag eine inhaltliche Stoßrichtung sein könnte:Es ist die Sache der GriechInnen, über ihr Schicksal selbst zu bestimmen – Schluss mit den Drohungen!

Da sind vor Ort die Möglichkeiten und Kapazitäten sicher ganz unterschiedlich. Ihr in Berlin habt sicherlich die meisten Möglichkeiten. Zum einen weil es dort einige arbeitende Gruppen gibt, zum anderen weil es wegen des Hauptstadtcharakters dort einige zentrale Orte gibt, wo vielleicht eine gewisse überregionale Aufmerksamkeit erreicht werden könnte. Ich denke da an den Amtssitz von Schäuble, dem Zuchtmeister von Griechenland oder das Haus des Springer-Verlags, dessen BILD-Zeitung teilweise wieder die Stereotypen wie 2010 auspackt. Ansonsten gibt es das ganze Spektrum der Möglichkeiten der Gegeninformation und der öffentlichen Proteste.
Wir sollten unter einer Rubrik „Materialien“ auf der Web-seite eine Aufstellung von brauchbaren Videos oder Texten bzw Flugblättern, die sich zur Nachahmung bzw als Steinbruch für eigene Flugblatttexte benutzt werdenkönnen, empfehlen, einrichten. Dann kann man/frau sich die Arbeit erleichtern und es braucht nicht jeder Ort seine eigenen Texte schreiben. Intern ( nicht für die Webseite) wäre eine Liste von möglichen Referenten  – gerne auch prominent, nicht schlecht. Mir fallen spontan Jakob Augstein ( der für SPIEGEL Online ein ganz annehmbaren Artikel geschrieben hat) und Rudolf Hickel, der der „Jungen Welt“ ein ganz gutes Interview in Sachen Stimmungsmache in deutschen Medien gegeben hat.
Es würde auch nicht schaden, wenn konkrete Soli-Aktionen auf der Web-Seite dokumentiert würden. Insofern kann ich nur unterstreichen, was Ihr in Punkt c) über die Wichtigkeit der Web-seite schreibt.

Es wäre sicher auch gut, wenn Ihr auf der Webseite eine Rubrik  „Aktuelles“, in die Gegeninformationen zu aktuellen Desinformationen seitens der herrschenden Medien reiingestellt würden. Konkret hänge ich an diese Mail einen Text aus deM Griechenland Blogan, der zu den in SPIEGEL-Online und anderswo lancierten Meldungen Stellung nimmt, wonach es iin Griechenland schon eine Art „Bank-Run“ gibt.  Das könnt Ihr aber wohl nicht alleine Leisten. Wichtig wäre, dass Ihr von allen Leuten mit „material“ versorgt werdet.

Interessant wäre, wenn Ihr über die von Euch unter b) genannten Soliaktivitäten etwas näheres berichten könntet, insbesondere die Solikonferenz in Berlin.

Jetzt zu Euren Fragen
zu 1) Da könnte ich nur was zur prekären Arbeit in der Kleinstadt was sagen. Ich versuche den Status des Einzelkämpferdaseins zu überwinden. Wir zeigen hier vor Ort  mit der Umfairteilengruppe Ende Februar den Film „Wer rettet wen?“ Ich schreibe Leserbriefe, Texte für eine örtliche Webseite und hoffe ansonsten, dass ich schließlich doch noch ein paar andere Leute dazu motivieren kann, am Thema Griechenland aktiv zu werden.
zu 2) Was wir gemeinsam hinbekommen wird sich im Februar in Frankfurt herausstellen. In Sachen Konferenz wäre es sicher sinnvoll wenn Ihr in Berlin mit den Leuten von der Rosa Luxemburg Stiftung in Kontakt tretet. Thomas Sablowski hat mir gegenüber am Rande des Blockupy Festivals erwähnt, dass sie gerne was Größeres machen wollen. Was da zentrales Thema sein sollte, weiß ich jetzt auch nicht. Wichtig fände ich, dass die Diskussion darüber beginnt. Insofern ist Eure Mail  ein guter Impuls.

So weit erst Mal

Grüße

Paul Michel

Hinweis auf Artikel in: Griechenland-Blog http:// http://www.griechenland-blog.gr
Deutsche Medien erfinden Bank-Run in Griechenland

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