Hände weg von Vio.Me: Abschluss für Unterschriften und Erklärungen zum 30.09.

In Absprache mit den Kollegen von VioMe wollen wir die Unterschriftensammlung und die Abgabe von Solidaritätserklärungen zum 30.09.2017 beenden.

Seit dem 29. Mai 2017 ist der Konkursverwalter der gegnerischen Partei berechtigt, die Fabrik der früheren VIOME AG zu betreten und alle beweglichen Vermögensgegenstände zu erfassen und ihre Zwangsveräußerung zu betreiben. Auf dem Fabrikgelände befinden sich auch die Zweigstelle der Sozialklinik der Solidarität von Thessaloniki und ein Depot mit lebensnotwendigen Bedarfsgütern für Flüchtlinge. Das heißt, der Konkursverwalter wird Zugriff auf Maschinenpark, VIO.ME-Rohstoffe und -Produkte, gespendete Fahrzeuge der Kollegen, medizinische Apparate und Geräte, Medikamente und Hilfsgüter für Flüchtlinge haben. Zwar sind die Kollegen von VIO.ME ständig mit gerichtlichen Angriffen und Überrumpelungsaktionen konfrontiert, doch diesmal könnten die Folgen dieser Eilentscheidung dramatische Auswirkungen haben. Auf der Kippe stehen ein seit vier Jahren funktionierende Produktion von ökologischen Reinigungsmitteln in Selbstverwaltung und die Arbeitsplätze der Kolleginnen und Kollegen in einer Zeit der schlimmsten Wirtschaftskrise in Griechenland. Es ist zu befürchten, dass die Justiz und der Staatsapparat die Zerschlagung der früheren Unternehmensgruppe schrittweise durchsetzen wollen. Die Regierung unterstützt verbal das Konzept der solidarischen Ökonomie, tut jedoch überhaupt nichts, um die Zwangsräumung der VIO.ME-Fabrik zu stoppen. Inzwischen ist Vio.Me mehr als eine Legende, sie repräsentieren den Widerstand der zahlreichen Basisgewerkschaften und betrieblichen Verteidigungsstrukturen, die heute einen wesentlichen Anteil der Arbeitskämpfe in Griechenland ausmachen.

Die Kernforderung für Vio.Me lautet: Aussonderung der Immobilien bzw. der betreffenden Flurstücke und der Fabrik- und Fertigungsanlagen der Tochtergesellschaft VIO.ME AG aus der Insolvenzmasse der Unternehmensgruppe „Familie FILIPPOU“ und die Anerkennung des uneingeschränkten Nutzungsrechts der Fabrikanlagen der früheren VIO.ME AG.

Bisher ist es den Kollegen gelungen, den Antritt des Zwangsversteigerers abzuwenden. Dazu haben in erster Linie die über 80 Solidaritätserklärungen von Betriebsgewerk-schaften und Vereinigungen in Griechenland beigetragen, aber auch die breite internationale Solidarität mit Unterschriften und Erklärungen. So war die Arbeiterdelegation von VioMe Ehrengast des Anfang September in Argentinien abgehaltenen 6. Welt-kongresses der besetzten, selbstverwalteten Betriebe.

Diese Resonanz und Unterstützung wurden in die griechische Öffentlichkeit getragen, aber auch Abgeordnete der SYRIZA-Fraktion und Regierungsmitglieder wurden beeindruckt.

Wir sammeln noch bis Ende des Monats Unterschriften und Erklärungen, Dann

werden wir sie nochmal gesammelt an VioMe in Thessaloniki abschicken und eine Solidaritätserklärung des Kölner Griechenland Solidarität Komitee dazu überreichen.

Unterschreiben auf der Seite www.gskk.eu

Wir bedanken uns für alle Solidaritätserklärungen und Unterschriften.

Griechenland Solidarität Komitee Köln

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Solidarische Ökonomie, VioMe veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s