An Privatisierungsfond übertragen: tausende historische Objekte, Denkmäler, Gebäude, Museen, archäologische Fundstätten, usw.

Die Vereinigung Griechischer Archäologen veröffentlichte eine Erklärung mit dem Titel „Nein zum Ausverkauf der Monumente unseres Landes!“ Darin heißt es, man habe von dem Vorgang erfahren als eine Liste mit 10119 Objekten bekannt wurde. Dabei handele es sich um Objekte, die das Finanzministerium dem Privatisierungsfonds übertragen habe. Viele von ihnen befänden sich in Chania und Umgebung auf der Insel Kreta. Dazu gehörten u.a. das neue archäologische Museum von Chania, das archäologische Museum in der St. Franziskus Kirche, einige Venezianische und Byzantinische Festungen (auch die Forkas-Festung, s. Foto) und Burggräben sowie bedeutende Minoische Ruinen.
“Denkmäler sind durch die Verfassung geschützt, sie können nicht übertragen oder verkauft werden“ schrieb die Vereinigung Griechischer Archäologen.

Zunächst, am Donnerstag, hieß es aus dem Kultusministerium, keine Kulturgüter würden privatisiert. Am Freitag dann gab die Kultusministerin Myrsini Zorba zu, dass dieser Transfer zum Privatisierungsfonds erfolgt sei. Sie gab ihrer Vorgängerin, Lydia Koniordou, die Schuld dafür.“ 2016 habe Koniordou die Objekte nicht von der Privatisierung ausgeschlossen.

“Ist die Akropolis als nächste dran?” fragte die Vereinigung von Wächtern archäologischer Fundstätten. Sie drohte mit Streiks.
(Quellen: Keeptalkinggreece, Greekreporter, CNN.GR)

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2 Antworten zu An Privatisierungsfond übertragen: tausende historische Objekte, Denkmäler, Gebäude, Museen, archäologische Fundstätten, usw.

  1. Ralf Kliche schreibt:

    Am 22.09.2018 berichtete die Wirtschaftsseite Naftemporiki von einer Erklärung des Superfonds als Reaktion auf Meldungen über die Übertragung der 10119 Immobilien, archäologischen Stätten, Denkmäler, Strände etc.. Danach wird erklärt, dass es keinerlei Übertragung unbeweglichen Eigentums dieser Art an die Immobiliengesellschaft ETAD des Superfonds geben wird: „Es ist klar, dass keine archäologischen Denkmäler oder Immobilien wie Strände, Strände, Naturschutz-Gebiete, bewaldete Flächen etc. übertragen werden oder übertragen werden könnten. Dies geht auch aus der entsprechenden Mitteilung des Finanzministeriums hervor. Gesetz 4389/2016 schließt diese Immobilien ausdrücklich und vorbehaltlos aus. “
    Bestätigt wird allerdings, dass eine Liste über entsprechenden Immobilienbesitz erstellt worden sei, die auch überprüft werde. Im Rahmen dieser Überprüfung sollen zuständige Stellen prüfen und entscheiden, welche (anderen) Immobilien übertragen werden können, z.B. weil sie nicht mehr genutzt werden.
    Es erscheint fraglich, ob es eine solche Klarstellung ohne die Vorwürfe der Vereinigung Griechischer Archäologen gegeben hätte.

    https://www.naftemporiki.gr/finance/story/1394281/ypertameio-den-metabibazontai-stin-etad-arxaiologikoi-xoroi-mnimeia

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  2. kokkinos vrachos schreibt:

    Moin und Kalimera, der Ausverkauf des Landes durch die Troika geht ununterbrochen weiter, alles mit Zustimmung von Tzipras/Syriza. Bis jetzt wurden alle Privatisierungs-Objekte weit unter Preis verschärbelt. Der Erlös der Privatisierung fliesst direkt in die Schuldenrückzahlung. Die Menschen in griechenland sehen nichts vom Geld. Die Gewinner sind jene, die sich griechisches Eigentum zu Niedrigpreisen aneignen und Zugang zu Monopolsektoren bekommen werden.

    Die Liste der einzelnen Privatisierungsprojekte ist endlos. Es handelt sich schlicht um einen umfassenden Ausverkauf nationalen Eigentums, von dem private und staatliche (Fraport!) Unternehmen im Ausland profitieren.

    vg aus Kreta, kv

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