[Bochum] „Solidartrade – Modell für ein gerechtes Europa?“ Diskussion mit griechischen und dt. PolitikerInnen, GewerkschafterInnen u. VertreterInnen solidarischer Kooperativen am 17. März 2018

SolidartradeWO 

Halle Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108, 44894 Bochum

WANN 

Samstag, den 17.03.2018 um 19 Uhr

Der Eintritt ist frei.

THEMA

Die Öl-Connection-Ruhr bringt in diesen Tagen Olivenöl der griechischen Sozialkooperative Messinis Gea nach Bochum. Der Erfolg ist stark: Über 2.000 Liter gutes Olivenöl werden an diesem Wochenende im Beisein der Olivenölbauern an ca. 300 VerbraucherInnen ausgegeben, die der Initiative bereits im zweiten Jahr ihr Vertrauen schenken.

Aber wozu das Ganze? Warum wenden die ehrenamtlich Aktiven der Öl-Connection viele Stunden ihrer Freizeit für die Organisation dieser Olivenöllieferung auf, und warum machen sich die „KonsumentInnen“ die Mühe das Öl zu einem fixen Abholtermin persönlich abzuholen, anstatt in einem Supermarkt einfach ins Regal zu greifen?

Klar, Solidarität und Ruhrgebiet, das passt. Pro Liter geht ein Euro Spende an die Sozialpraxis und Apotheke in Arta, die damit z. B. lebensnotwendige Medikamente kauft. Doch besonders wichtig ist vielen BestellerInnen, dass sie mit ihrem Kauf den griechischen Bauern faire Preise bieten können und sie so sinnvoll unterstützen.

Funktioniert das auch wirklich? Ist der direkte ‒ in Griechenland durch ein neues Sozialkooperativengesetz geförderte ‒ Handel tatsächlich ein Modell für den Aufbau und Erhalt lokal wirksamer Agrarproduktion? Bietet es den Bauern, Bäuerinnen und SaisonarbeiterInnen eine echte Chance auf vernünftige Preise sowie gerechte Löhne? Können wir in Europa gemeinsam Formen nachhaltiger Gemeinwohlökonomie entwickeln, die Wege aus der Krise der Konkurrenzwirtschaft eröffnen? Sind diese Wirtschaftsformen geeignet, Probleme wie Armut und Arbeitslosigkeit, auch im Ruhrgebiet, zu lösen?

 

Über diese Fragen wollen wir in einer interaktiven Diskussion beraten.

Eingeladen sind:

Antónis Vorlooú (Ministerialsekretär im Arbeitsministerium GR, verantwortlich für Solidarische Ökonomie),

Gudula Frieling (Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft SoLaWi Dortmund),

Alexis Passadakis (Attac).

Dabei sind außerdem: Aktive der Sozialen Arztpraxis und Apotheke Arta, Bauern der Genossenschaft Messinis Gea, Giorgos Chondros (Parteivorstand Syriza),  Stefan Marx (DGB Ruhr-Mark). Moderation: Céline Spieker (Hellas-Solidarität Bochum)

Es gibt die Möglichkeit, Olivenöl zu kosten.

Veranstalter: Hellas Solidarität Bochum, DGB Ruhr-Mark, Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW und Bahnhof Langendreer

 

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Eine Antwort zu [Bochum] „Solidartrade – Modell für ein gerechtes Europa?“ Diskussion mit griechischen und dt. PolitikerInnen, GewerkschafterInnen u. VertreterInnen solidarischer Kooperativen am 17. März 2018

  1. Jochen Schult schreibt:

    Solidarität mit Darbenden verdient Hochachtung. Sie gebührt allen freiwilligen Helfern dieser und ähnlicher Initiativen. Das Traurige ist aber, dass es in einer wirklich demokratisch und am Wohl aller interessierten EU eigentlich die Aufgabe genau dieser EU war, es gar nicht soweit kommen zu lassen. Und wenn ich sehe, dass sich Regierungspolitiker an solchen Veranstaltungen beteiligen, frage ich mich, in welcher Funktion sie teilnehmen.

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