[Frankfurt] „Zur Lage in Griechenland: Austerität, Verelendung, Widerstand“ Vorträge vom 3. Mai bis 5. Juli 2017

Die Antwort der EU auf die Krise des internationalen Finanzmarktsystems und der europäischen Währungsunion heißt Austerität. Das hat zu massiven Verwerfungen insbesondere in den südeuropäischen Gesellschaften geführt. In Griechenland verdichtet sich diese Krisenkonstellation auf extreme Weise: autoritäre Steuerungspolitik statt Demokratie und radikaler Abbau von sozialen Bürgerrechten.

Der von der Troika (EU-Kommission, EZB, IWF) versprochene ökonomische Aufschwung für Griechenland bleibt weiter aus. Die Folgen der neoliberalen „Schock-Doktrin“ sind verheerend: Massenverarmung, Zerschlagung der Daseinsvorsorge, Ausverkauf des Staatseigentums und der kollektive Verlust von Zukunftsperspektiven. Gleichzeitig entwickelte sich in Griechenland eine breite solidarische Bewegung, worauf die linke Partei SYRIZA ihren Wahlerfolg im Januar 2015 gründete. Trotz des demokratischen Vetos der griechischen Bevölkerung gegen die Politik der Memoranda am 5. Juli 2015, lenkte SYRIZA gegenüber der Troika ein und exekutiert seitdem die Austeritätspolitik der EU. So steht Griechenland im Frühjahr 2017 gerade aufgrund der „Strukturanpassung“ und des damit institutionalisierten Schuldenregimes weiterhin vor ungelösten sozialen, ökonomischen und politischen Missständen.

In der Vortragsreihe, eine Kooperation zwischen dem Institut für Sozialforschung, dem Institut für Humangeographie und dem AK Kritische Geographie, wollen wir die umfassende soziale, politische und ökonomische Krisenentwicklung aus interdisziplinärer Forschungsperspektive analysieren und den gegenwärtigen Zustand gemeinsam diskutieren.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Das Vortragsprogramm kann HIER als PDF heruntergeladen werden.


14. Juni 2017

19.15 Uhr | Institut für Sozialforschung:
Dr. Gregor Kritidis (Rosa-Luxemburg-Stiftung, Sachsen-Anhalt): Staatsschulden und gesellschaftliche Krise in Griechenland: Mythen – Deutungen – Fakten


27. Juni 2017

19.15 Uhr | Campus Bockenheim, Hörsaalgebäude, Hörsaal H4:
Dr. Dr. Karl Heinz Roth (Stiftung für Sozialgeschichte, Bremen): Die deutsche Reparationsschuld gegenüber Griechenland und Europa


5. Juli 2017

19.15 Uhr | Campus Bockenheim, Hörsaalgebäude, Hörsaal H6:
PD Dr. Jens Wissel (Universität Kassel/IfS Frankfurt): Zum autoritären Krisenmanagement in Europa: New Economic Governance, Eurogruppe und Troika

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Eine Antwort zu [Frankfurt] „Zur Lage in Griechenland: Austerität, Verelendung, Widerstand“ Vorträge vom 3. Mai bis 5. Juli 2017

  1. bluecrystal7 schreibt:

    Hat dies auf meinesichtweise rebloggt und kommentierte:
    Spannende Vortragsreihe in #Frankfurt am Main zur Lage in #Griechenland: #Austerität, Verelendung, Widerstand:

    Vom 3. Mai bis 5. Juli 2017.
    Veröffentlicht am 12. Juni 2017 von Brian.

    „Die Antwort der #EU auf die Krise des internationalen Finanzmarktsystems und der europäischen Währungsunion heißt Austerität. Das hat zu massiven Verwerfungen insbesondere in den südeuropäischen Gesellschaften geführt. In Griechenland verdichtet sich diese Krisenkonstellation auf extreme Weise: autoritäre Steuerungspolitik statt Demokratie und radikaler Abbau von sozialen Bürgerrechten.

    Der von der #Troika (EU-Kommission, EZB, IWF) versprochene ökonomische Aufschwung für Griechenland bleibt weiter aus. Die Folgen der neoliberalen „Schock-Doktrin“ sind verheerend: Massenverarmung, Zerschlagung der Daseinsvorsorge, Ausverkauf des Staatseigentums und der kollektive Verlust von Zukunftsperspektiven. Gleichzeitig entwickelte sich in Griechenland eine breite solidarische Bewegung, worauf die linke Partei #SYRIZA ihren Wahlerfolg im Januar 2015 gründete. Trotz des demokratischen Vetos der griechischen Bevölkerung gegen die Politik der Memoranda am 5. Juli 2015, lenkte SYRIZA gegenüber der Troika ein und exekutiert seitdem die #Austeritätspolitik der EU. So steht Griechenland im Frühjahr 2017 gerade aufgrund der „Strukturanpassung“ und des damit institutionalisierten Schuldenregimes weiterhin vor ungelösten sozialen, ökonomischen und politischen Missständen.“ (…)

    Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

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